Faktencheck zur GVM/ifeu-Studie

Branchenstudie unterschätzt Wirkung kommunaler Verpackungssteuern:

Fakten-check der Initiative Verpackungswende zeigt Schwächen bei Daten und Bewertung

  • Faktencheck der Initiative Verpackungswende zeigt: Branchenstudie zu kommunaler Verpackungssteuer rechnet kommunale Wirkungen klein und unterschätzt Potenziale von Mehrwegsystemen
  • Erfahrungen aus Kommunen zeigen: Verpackungssteuern reduzieren Einwegabfälle nachhaltig und stärken Mehrweg
  • Initiative Verpackungswende spricht sich weiter dafür aus, Verpackungssteuern als starkes Instrument für weniger Abfälle und Mehrwegförderung zu nutzen

Die Initiative Verpackungswende kritisiert eine Branchenstudie Studie zu den ökonomischen und ökologischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern als nicht aussagekräftig genug, um die Wirkungen auf kommunaler Ebene zu bewerten.

Ein Faktencheck der Initiative zeigt zahlreiche Mängel: Zentrale Annahmen der Studie bleiben durch die intransparente Datengrundlage nicht ausreichend nachvollziehbar. Kommunale Wirkungen werden im Verhältnis zu nationalen Abfallmengen und CO2-Emissionen als Bezugsgrößen kleingerechnet. Zudem bleiben wesentliche Umweltfolgen von Einweg sowie der wirtschaftliche Nutzen für Kommunen unzureichend berücksichtigt.

Die Studie wurde von acht Verbänden der Einwegverpackungs-, Handels- und Gastronomiebranche beauftragt und von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu-Institut) erstellt.

Dass die kommunale Verpackungssteuer eine positive Lenkungswirkung entfaltet, indem sie Einweg und somit Abfälle reduziert und Mehrweg fördert, zeigen die Erfahrungen aus Städten, die bereits solche kommunale Verpackungssteuern eingeführt haben.