Presseinformation: „Clean up our world. Clean up our food“ – Plastikflut bei Lebensmitteln eindämmen
Zum World Cleanup Day fordert Exit Plastik verbindliche Maßnahmen gegen Plastikverpackungen bei Lebensmitteln und ruft zur Unterstützung der Petition „Lebensmittel ohne Plastik für alle“ auf.
Berlin, 17. September 2026 – Zum World Cleanup Day (20.09.2026) warnt das Bündnis Exit Plastik vor der Plastikflut bei Lebensmitteln: Aufräumen allein reicht nicht. Unter dem Motto „Clean up our world. Clean up our food.“ lenkt das Bündnis den Blick auf Gesundheitsrisiken durch Mikroplastik und Chemikalien aus Lebensmittelverpackungen. Mit der Petition „Lebensmittel ohne Plastik für alle“ fordert es die Bundesregierung auf, verbindliche Maßnahmen umzusetzen.
„Wir finden nicht nur riesige Mengen an Plastikmüll in der Umwelt. Mikro-, Nanoplastik und die dazugehörigen Chemikalien aus Lebensmittelverpackungen vermüllen auch unsere Körper. Deshalb reicht es nicht, über die Entsorgung zu sprechen. Wir müssen sicherstellen, dass weniger Plastik produziert wird. Plastikfreier Einkauf darf kein Luxus sein, sondern muss für alle zugänglich werden “, erklärt Carla Wichmann, Koordination von Exit Plastik.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Mikro- und Nanoplastik und Chemikalien aus Verpackungen in Lebensmittel übergehen können. Gleichzeitig wurde Mikroplastik bereits unter anderem im menschlichen Blut, im Gehirn, in Hoden und in Plazenten nachgewiesen. Auch wenn noch nicht alle gesundheitlichen Folgen abschließend erforscht sind, muss angesichts der alarmierenden Befunde aus Sicht von Exit Plastik das Vorsorgeprinzip gelten: Die Belastung von Mensch und Umwelt muss konsequent verringert werden.
In Deutschland werden rund zwei Drittel der Lebensmittel in Plastik verkauft. Plastikarme Mehrweg- und Thekensysteme wurden vielerorts durch Einwegplastikverpackungen verdrängt. Wer plastikarm oder unverpackt einkaufen möchte, muss häufig auf teurere oder schwer erreichbare Angebote ausweichen. Damit wird die Möglichkeit, Plastik beim Lebensmitteleinkauf zu vermeiden, auch zu einer Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Exit Plastik fordert von der Bundesregierung:
- Verpackungsfreie oder verpackungsarme Angebote verbindlich in Supermärkten und Discountern einführen.
- Plastikfreie Mehrweg-Poolsysteme für Lebensmittel systematisch aufbauen und fördern.
- Preisgleichheit von Einweg- und Mehrweglösungen sicherstellen.
Weitere Informationen:
- Kampagnen-Seite und Petition: https://exit-plastik.de/lebensmittel-ohne-plastik/
- Foto zur Petition und Kampagne im Anhang. Copyright: Elien Rijnbeek
Pressekontakt:
Carla Wichmann, Koordinatorin von Exit Plastik
carla.wichmann@exit-plastik.de
Über Exit Plastik:
Exit Plastik ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus a tip:tap, BUND, Forum Umwelt & Entwicklung, Greenpeace, Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport, Women Engage for a Common Future Germany, Zero Waste Germany und Zero Waste Kiel. Ziel ist ein umfassender, systemischer Wandel zur Lösung der Plastikkrise – von der Produktion bis zur Entsorgung.
Bild:
(c): Elien Rijnbeek




