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Enthält alle Veröffentlichungen in verschiednen Formaten (offener Brief, Fact Sheet, Positionspapier…) des Bündnisses + von Partner*innen.

Plastic Removal Technologies & Ozeanplastik | gemeinsames Positionspapier des Bündnisses

Dieses Positionspapier zeigt auf, warum Plastikmüll aus dem Meer zu fischen Symptombekämpfung und keine Ursachenlösung ist. Es führt auf, welche politischen Maßnahmen jetzt nötig sind.

Technologien zur Plastikentfernung (PRTs) gefährden die Biodiversität und lenken von der eigentlichen Lösung ab – der drastischen Reduktion der Plastikproduktion. Mit Scheinlösungen wie „Ozeanplastik“-Produkten wird Greenwashing betrieben, während die Plastik-Industrie weiter profitiert.

Um den Ozean vor Plastikmüll zu schützen braucht es eine zielgerichtete Vorsorge. Dafür sind politische Maßnahmen auf allen Ebenen notwendig. Plastikvermeidung muss Priorität haben, Kunststoffe und -produkte dürfen keine gefährlichen Chemikalien enthalten und es braucht verbindliche Maßnahmen zum systematischen Ausbau von Mehrweg und Unverpackt-Lösungen. Für den Einsatz von PRTs in Meeren, Flüssen und stark verschmutzten Gebieten sind Einheitliche und verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen notwendig.

Faktencheck zur GVM/ifeu-Studie

Branchenstudie unterschätzt Wirkung kommunaler Verpackungssteuern:

Fakten-check der Initiative Verpackungswende zeigt Schwächen bei Daten und Bewertung

  • Faktencheck der Initiative Verpackungswende zeigt: Branchenstudie zu kommunaler Verpackungssteuer rechnet kommunale Wirkungen klein und unterschätzt Potenziale von Mehrwegsystemen
  • Erfahrungen aus Kommunen zeigen: Verpackungssteuern reduzieren Einwegabfälle nachhaltig und stärken Mehrweg
  • Initiative Verpackungswende spricht sich weiter dafür aus, Verpackungssteuern als starkes Instrument für weniger Abfälle und Mehrwegförderung zu nutzen

Die Initiative Verpackungswende kritisiert eine Branchenstudie Studie zu den ökonomischen und ökologischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern als nicht aussagekräftig genug, um die Wirkungen auf kommunaler Ebene zu bewerten.

Ein Faktencheck der Initiative zeigt zahlreiche Mängel: Zentrale Annahmen der Studie bleiben durch die intransparente Datengrundlage nicht ausreichend nachvollziehbar. Kommunale Wirkungen werden im Verhältnis zu nationalen Abfallmengen und CO2-Emissionen als Bezugsgrößen kleingerechnet. Zudem bleiben wesentliche Umweltfolgen von Einweg sowie der wirtschaftliche Nutzen für Kommunen unzureichend berücksichtigt.

Die Studie wurde von acht Verbänden der Einwegverpackungs-, Handels- und Gastronomiebranche beauftragt und von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu-Institut) erstellt.

Dass die kommunale Verpackungssteuer eine positive Lenkungswirkung entfaltet, indem sie Einweg und somit Abfälle reduziert und Mehrweg fördert, zeigen die Erfahrungen aus Städten, die bereits solche kommunale Verpackungssteuern eingeführt haben.

Stellungnahme zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Anhörung zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Die Bundesregierung plant das Kreislaufwirtschaftsgesetz anzupassen. Sie will einerseits europäisches Recht auf deutscher Ebene umsetzen, andererseits soll in dem Zuge ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag eingelöst werden und das „chemische Recycling“ in die Abfallhierarchie eingefügt werden. Ende Juni 2026 wurde dazu der Referent*innenentwurf veröffentlicht.

Als Exit Plastik haben wir eine Stellungnahme verfasst, die die Einordnung und Gleichsetzung des sogenannten „chemischen Recycling“ auf einer Stufe mit dem werkstofflichen Recycling kritisiert. Stattdessen appellieren wir dafür, dass „chemische Recycling“ auf Ebene der sonstigen/thermischen Verwertung eingeordnet wird. Darüber hinaus plädieren wir für eine Stärkung der Vermeidung und Wiederverwendung als zentrale ersten Stufen der Abfallhierarchie.

Die Stellungnahme beinhaltet unsere ausführliche Argumentation. Hier das Wichtigste aus unserer Sicht in Kürze: 

  • „Chemisches Recycling“ ist keine Lösung der Plastikkrise, da es am Ende des Lebenszyklus ansetzt und nicht die Produktion adressiert 
  • Die darunter gefassten Verfahren können nur einen kleinen Teil der Kunststoffabfälle verarbeiten 
  • Werkstoffliches Recycling ist deutlich effizienter und umweltfreundlicher 
  • Ein erheblicher Teil des Outputs aus dem „chemischen Recycling“ wird nicht wieder zu Plastik, sondern es entstehen Treibstoffe und bedingt Grundstoffe für andere chemische Produkte.  

BMUKN: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsesetzes

Plastik-Tool

Bildungsinstrument für Kinder und Jugendliche

Das WECF Plastik-Tool ist ein vielseitiges Bildungsinstrument für den Einsatz in Schule, Hort und außerschulischer Bildung.

Das Tool besteht aus modularen Lerneinheiten, die Fachwissen mit kreativen und spielerischen Methoden verbinden. Ziel ist es, junge Menschen für die Zusammenhänge zwischen Plastik, Umwelt und Gesundheit zu sensibilisieren – und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Mikroplastik | gemeinsames Positionspapier des Bündnisses

Dieses Positionspapier „Mikroplastik“ des Bündnisses Exit Plastik zeigt Maßnahmen auf, um Mikroplastik an der Quelle zu verhindern. Denn Mikroplastik und die daran anhaftenden oder darin enthaltenen Stoffe sind eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Ökosystemen. Flüssig, halbfest aber auch gerade in fester Form als Plastikpartikel finden sich Kunststoffe in unseren Böden, unseren Gewässern und unserer Atemluft. In Form von Mikro- (<5mm) bzw. Nanoplastik (<1000nm) sammelt es sich in Pflanzen, Tieren und Ökosystemen. 

Online Kurs:

Plastikkrise: Gesundheit, Umwelt und Regulierung

In diesem kostenlosen Online-Kurs von Health and Environmental Justice Support geht es um die Umweltverschmutzung durch Plastik – besonders um die schädlichen Chemikalien, die in vielen Plastikprodukten enthalten sind. Dabei schauen wir uns an, warum diese Chemikalien problematisch sind, wie sie in die Umwelt gelangen und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesundheit und die Natur haben können.

Der Kurs stützt sich auf Erkenntnisse aus wichtigen Berichten und stellt außerdem aktuelle Gesetze vor.

Ziel des Kurses ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, welche Kunststoffe besonders problematisch sind, warum es wichtig ist, genau zu wissen, welche Chemikalien in einem Produkt stecken – und was wir tun können, um die Umwelt und unsere Gesundheit besser zu schützen.

Trinkwasserzugang im öffentlichen Raum

Öffentlich unterversorgt:Warum wir mehr öffentlicheTrinkbrunnen brauchen

Das Hintergrund Papier von Bündnismitglied a tip: tap e.V. zeigt auf warum der Zugang zu öffentlichen Trinkbrunnen in Deutschland für Umwelt, Gesundheit und
Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist.

Es wird die aktuelle Lage von Trinkbrunnen in Deutschland dargelegt, rechtliche Grundlagen erläutert und Beispiele aus anderen Ländern betrachtet.

Fact Sheet – Plastik Mythen

Das Fact Sheet „Plastik Mythen“ macht deutlich: Es existiert keine Wunderpille. Wir brauchen echte und strukturelle Veränderungen für weniger Plastik. Verabschieden wir uns von Scheinlösungen. 

Denn die Plastikkrise lässt sich nicht mit leeren Versprechen lösen, sondern nur mit systemischen Ansätzen. Die Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die mit der Plastik in Verbindung stehen, sowie die stetig wachsende Neuproduktion von Plastik sind tief verwurzelt mit Produktionsmustern der chemischen Industrie.  

Im Fact Sheet räumt Exit Plastik mit gängigen Plastikmythen auf und entzaubert wundersame Erzählungen zu Plastik.

Inhalte des Fact Sheets:

Wahrheit zu Mythos 1: Es gibt keine Pille gegen die Plastikverschmutzung
Wahrheit zu Mythos 2: Plastik ist nicht nachhaltig
Wahrheit zu Mythos 3: Wir können uns aus der Krise nicht heraus-recyceln
Wahrheit zu Mythos 4: Technologische Wunderlösungen sind falsche Versprechen
Wahrheit zu Mythos 5: „Chemical Recycling“ – heiße Luft statt Lösung

Plastik Mythen als Illustrationen:

Die Grafiken stehen unter der Creative Commons: CC BY-NC-ND 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ sie dürfen gerne geteilt und in eigenen nicht kommerziellen Medienformaten genutzt, jedoch nicht verändert werden.

Bewertung der Richtlinie über Einwegkunststoffe

Verbändeanhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Die Europäische Kommission führt eine Bewertung der Richtlinie (EU) 2019/904 (https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/904/oj) über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt durch. Die Einwegkunststoffrichtlinie (engl. Abkürzung „SUPD“) wurde im Juni 2019 verabschiedet und soll zwischen 2025 und 2027 unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen evaluiert werden, um ihre Wirksamkeit und mögliche Schwachstellen zu analysieren.

Zwischen dem 23.12.2025 und dem 17.3.2026 findet eine öffentliche Konsultation und ein „Call for Evidence“ zur Bewertung der Richtlinie statt. In einem Fragebogen werden Ansichten u.a. zu Bewusstsein und Wahrnehmung, Wirksamkeit und Verhalten oder Relevanz abgefragt.

Exit Plastik hat am 05.03.2026 eine Bewertung zur SUPD eingereicht. Die komplette Bewertung kann als PDF heruntergeladen werden.

EU-Kommission: Have your say: what is the impact of the Single-Use Plastics Directive?

Mehr zur Einwegkunststoffrichtlinie im STECKBRIEFPLASTIK

Stellungnahme zur Anpassung des Verpackungsgesetzes

Verbändeanhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Im Hinblick auf die geplante Überarbeitung des deutschen Verpackungsrechts und der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) appelliert das NGO-Bündnis Exit Plastik* eindringlich an die Bundesregierung, klare und ambitionierte Maßnahmen zu ergreifen. Deutschland steht vor der Herausforderung, mit der enormen Menge an Kunststoffverpackungen umzugehen, die jährlich im Land anfallen. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland knapp 4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen produziert, was gravierende negative Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt mit sich bringt. Die einst erfolgreiche deutsche Mehrweg- und Recyclingindustrie ist aktuell durch billiges Neuplastik, und hohe Energiekosten bedroht. Neuplastikproduzenten profitieren zudem vom niedrigen Ölpreis für die Herstellung ihrer Produkte. Investitionen in Mehrweg und Recycling werden auch deshalb nicht getätigt, weil der Industrie Planungssicherheit fehlt.

Wir müssen die Chance nutzen, um ein starkes Verpackungsgesetz zu schaffen, das die planetare Krise der Umweltverschmutzung und deren Konsequenzen für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen (One Health) ernst nimmt. Fortschrittliche Ansätze sind notwendig, um die Produktion von Kunststoffverpackungen signifikant zu reduzieren, gefährliche Stoffe zu verbannen sowie Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette zu gewährleisten. Nur durch entschlossenes Handeln können wir eine nachhaltige Zukunft und das Menschenrecht auf eine Gesunde Umwelt auch für kommende Generationen sichern

BMUKN: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40 | Gesetze und Verordnungen

Anhörung der Länder und Verbände zum Gesetz zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40