Bei der Umsetzung der EU-Einwegplastikrichtlinie zur Reduktion von Einweg-Plastikartikeln gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf in Deutschland. Das zeigt der heute veröffentlichte jährliche Bericht der Rethink Plastic Alliance und der Break Free From Plastic-Bewegung, der die Fortschritte bei der Verabschiedung nationaler Maßnahmen im Rahmen der „SUPD“ („single-use plastics Directive“) in EU-Ländern untersucht.
Das Fact Sheet zeigt Scheinlösungen zur Plastikkrise auf, wie das chemische „Recycling“ und den Einsatz von vermeintlich umweltfreundlichen Materialien wie Papier und „Bio“-Plastik, die vermehrt Einwegverpackungen aus Plastik ersetzen. Gemein ist diesen Ansätzen, dass sie den nötigen systemischen Wandel zu einer ressourcenschonenden und schadstofffreien echten Kreislaufwirtschaft ausbremsen. Stattdessen zementieren sie den Status-Quo des linearen Wirtschaftens auf Kosten der menschlichen Gesundheit, des Klimas und der Umwelt.
Mit dieser Publikation informiert WECF und will so die Verwendung von nachhaltigeren (am besten wiederverwendbaren), unbedenklichen und günstigeren alternativen Menstruationsprodukten fördern. Dabei werden Gesundheits- und Umweltauswirkungen von Menstruationsprodukten sowie Aspekte der sozialen Gerechtigkeit fokussiert.
Plastik basiert zu 99% auf fossilen Brennstoffen – zumeist Erdöl und Erdgas. Sie kommen bei der Plastikherstellung als Rohstoff und Energielieferanten für den Produktionsprozess zum Einsatz. Verschiedenste Chemikalien, darunter viele Schadstoffe, verleihen dem Plastik zudem die gewünschten Eigenschaften.
Indem wir die übermäßige Produktion von Plastik, insbesondere in Form von kurzlebigem Einwegplastik eindämmen, wirken wir der Verschwendung wertvoller Energieträger entgegen, machen wir uns unabhängiger von Energie-Importen und schützen unsere Umwelt, Gesundheit und das Klima!
Wir brauchen jetzt den systemischen Ausbau von verpackungsfreien Lösungen und Mehrweg!
Neue Studie: Bremser statt „Game-Changer“ – deutsche Supermärkte verfolgen Doppelmoral und winden sich mit Scheinlösungen aus ihrer Verantwortung zur Plastikkrise |
Nicht Recycling, sondern Vermeidung von Plastikmüll muss an erster Stelle stehen – Supermärkte spielen hier eine wichtige Rolle
Der Report „Unter Verschluss? Was uns Europas Supermärkte über Plastik verschweigen“ ist das Ergebnis der ersten europaweiten Untersuchung der Plastik-Strategien großer Supermarktketten. Sie offenbart die Doppelmoral großer deutscher Supermärkte und die Ambitionslosigkeit bei der Lösung der Plastikkrise. Die Studie ist aus der Zusammenarbeit von mehr als 20 europäischen NGOs der weltweiten Break Free from Plastic-Bewegung entstanden.
Dieses Positionspapier „Mehrweg“ des Bündnisses Wege aus der Plastikkrise zeigt welche Maßnahmen nötig sind, um Mehrweg zum neuen Normal zu machen. Denn das Angebot unverpackter Waren und der Ausbau von flächendeckenden Mehrwegsystemen reduzieren Plastik an der Quelle. Es sind Schlüsselstrategien, um Ressourcen zu schonen und unsere Gesundheit, das Klima und Ökosysteme nachhaltig vor der Verschmutzung durch Plastik entlang des gesamten Lebenszyklus zu schützen. Auf nationaler Ebene ist bspw. die Ausweitung rechtlich verbindlicher Mehrwegquoten auf die Bereiche Verkaufs-, Transport- und Versandverpackungen notwendig. Auf EU-Ebene sollte Deutschland eine ambitionierte Überarbeitung der Richtline über Verpackungen und Verpackungsmüll unterstützen.
Lasst uns am #WorldRefillDay am 16. Juni gemeinsam mit Millionen anderer Menschen auf der ganzen Welt zeigen, dass wir auf Plastikvermeidung setzen und den Ausbau von Refill-Möglichkeiten und Mehrweg-Systemen wollen!
The European Union (EU) is about to revise its Packaging and Packaging Waste Directive
(PWWD). This provides an opportunity to eliminate unnecessary packaging
and transition from single-use to reusable packaging, and hence significantly reduce
resource use, waste and pollution. Setting reuse targets in the PPWD is one of the tools the EU
can and should use to make reusable packaging the new norm. This policy briefing gives recommendations how to set effective reuse targets.
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