Fossilen Einwegplastik-Irrweg jetzt verlassen!

Plastik basiert zu 99% auf fossilen Brennstoffen – zumeist Erdöl und Erdgas. Sie kommen bei der Plastikherstellung als Rohstoff und Energielieferanten für den Produktionsprozess zum Einsatz. Verschiedenste Chemikalien, darunter viele Schadstoffe, verleihen dem Plastik zudem die gewünschten Eigenschaften.

Indem wir die übermäßige Produktion von Plastik, insbesondere in Form von kurzlebigem Einwegplastik eindämmen,
  • wirken wir der Verschwendung wertvoller Energieträger entgegen,
  • machen wir uns unabhängiger von Energie-Importen und
  • schützen unsere Umwelt, Gesundheit und das Klima!

Wir brauchen jetzt den systemischen Ausbau von verpackungsfreien Lösungen und Mehrweg!

Plastik heizt das Klima an

Entlang des gesamten Lebenszyklus von Plastik fallen Treibhausgase wie CO2 und das noch weit klimaschädlichere Methan (CH₄) an. Nach Berechnungen des Center for International Environmental Law von 2019 wird der Plastiklebenszyklus bis 2050 Treibhausgase in Höhe von schätzungsweise 56 Gt CO2e verursachen. Dies allein entspricht bereits 10 bis 13 Prozent des globalen Kohlenstoffbudgets, das uns noch zur Verfügung steht, um die Erderhitzung auf 1,5-Grad zu begrenzen. Neuere Studien gehen inzwischen sogar schon von 21 bis 26 Prozent aus, also rund einem Viertel des verbleibenden Kohlenstoffbudgets.

  • Weltweite Plastikproduktion boomt und soll weiter wachsen

    Kunststoffe sind seit den 50er Jahren zum Massenprodukt geworden. Mehr als 400 Millionen Tonnen betrug die globale Plastikproduktion im Jahr 2019. Aktuellen Prognosen zufolge werden sich die Produktionszahlen bis 2050 noch einmal verdoppeln bis verdreifachen.

  • Deutschland ist größter Plastik-Verbraucher in Europa

    Die Kunststoff-Nachfrage betrug 2019 in Europa über 50 Millionen Tonnen – größtenteils für Verpackungen (~40%). Deutschland verantwortete mit rund 24% der Gesamtmenge den größten Teil der Nachfrage.

  • Das meiste Plastik wird für kurzlebige Verpackungen verwendet

    Auch in Deutschland entfällt der größte Teil des Kunststoff-Verbrauchs auf die Herstellung von kurzlebigen Verpackungen. Mit 3,2 Mio. t von insgesamt 12,36 Mio. t waren es 2021 rund 26%. Zudem sind der Bau- und Fahrzeugsektor große Kunststoff-Verbraucher.

  • Chemieindustrie ist größte Gasverbraucherin

    Erdgas ist der anteilig meistgenutzte Energieträger der Chemie- und Pharmaindustrie, zu der auch die Plastikindustrie zählt. Mit einem Mengenanteil von 15% ist sie Deutschlands größte Gas-Verbraucherin. Laut VCI werden 2,8 Mio Tonnen Erdgas in der deutschen Chemieindustrie als Rohstoff eingesetzt, 10 Mio. Tonnen für Strom und Dampf. Dazu kommen 14 Mio Tonnen Naphta (Rohbenzin).

  • Weniger Einwegplastik = weniger Öl und Gas-Verbrauch

    Konkrete Zahlen zum Energieverbrauch für die Herstellung von Plastik sind nicht bekannt. Trotz der gesellschaftlichen und energiepolitischen Relevanz liegen sie eigenen Angaben zufolge auch weder dem Umwelt- und Verbraucher*innen- noch dem Wirtschafts- und Klimaministerium vor. Dass hier, angesichts des deutschen Jahresverbrauchs von 3,22 Mio. Tonnen Plastik für kurzlebige Einwegverpackungen, ein enormes Potenzial zur Einsparung von Ressourcen und Energie sowie zur Umwelt- und Klimaentlastung besteht, ist jedoch eindeutig.

  • Politische Maßnahmen sind nötig!

    Die Politik muss dringend und entschieden Maßnahmen treffen, um den Einsatz von primären Energieträgern zur Plastikherstellung kosequent zu reduzieren. Das gilt für fossiles Erdöl und Erdgas, aber auch für erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe.

    Statt eines verschwenderischen linearen Wirtschaftssystems brauchen wir eine ressourcenschonende und schadstofffreie Kreislaufwirtschaft. Die Eliminierung von Einwegverpackungen und der systemische Ausbau von verpackungsfreien Angeboten und Mehrweg sind dafür essentiell.

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Textilien

Was haben Textilien mit Plastik zu tun?



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Offener Brief: Keine Priviligien für schädliche Industrien!

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Die Chemieindustrie ist der größter Verbraucher von Öl und Gas. Das zeigt eine neue BUND-Studie. Dabei verwendet der Chemiesektor 20 Prozent seines Energie- und Rohstoffbedarfs alleine für die Produktion von Plastikverpackungen.
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Einwegplastik aus Liebe zur Natur?

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Parlamentarisches Frühstück: Ja zum Ressourcenschutz!

Gemeinsam mit dem umweltpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Jan-Niclas Gesenhues, laden die Mitglieder von EXIT PLASTIK herzlich ein zum parlamentarischen Frühstück „Ja zum Ressourcenschutz! Plastik in der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie“ – Vermeidung und Mehrweg, am 26. Januar 2023 in Berlin.
19. Dezember 2022/von Redakteur*in

Hot Spot Plastikindustrie – Mittreiberin der Erderhitzung

18. Mai // 12:30 - 13:15 Uhr
Als wesentlicher Sektor betreibt die petrochemische Industrie bislang jenseits der politischen Aufmerksamkeit Business-as-Usual; dabei ist ihr Beitrag zur Klimakrise und der dazugehörenden Plastikproblematik enorm. Die Veranstaltung gibt einen Überblick zur negativen Klimawirkung des petrochemischen Sektors (insbesondere der Plastikindustrie), stellt dar, wie dessen Expansion und die Fracking-Industrie in den USA zusammenhängen und verweist auf den dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf Klimaschutzvorgaben in diesem Bereich – auch und gerade in Deutschland und Europa.
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Abfallverbrennung ist nicht klimaneutral – Verbändepapier

Dieses Verbändepapier des BUND, zusammen mit bfub, NABU und der Deutschen Umwelthilfe, befasst sich mit den Klimawirkungen der Abfallverbrennung und formiliert Forderungen, um mit echter Kreislaufwirtschaft Klima und Ressourcen zu schützen.

Denn bei der Abfallverbrennung werden in Deutschland jährlich fast 24 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt, deren Quellen zu einem großen Anteil fossilen Ursprungs sind. Dies hat nachweislich massive Auswirkungen auf unser Klima und führt zu einem unwiederbringlichen Verlust an Rohstoffen.
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