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Faktencheck zur GVM/ifeu-Studie

Branchenstudie unterschätzt Wirkung kommunaler Verpackungssteuern:

Fakten-check der Initiative Verpackungswende zeigt Schwächen bei Daten und Bewertung

  • Faktencheck der Initiative Verpackungswende zeigt: Branchenstudie zu kommunaler Verpackungssteuer rechnet kommunale Wirkungen klein und unterschätzt Potenziale von Mehrwegsystemen
  • Erfahrungen aus Kommunen zeigen: Verpackungssteuern reduzieren Einwegabfälle nachhaltig und stärken Mehrweg
  • Initiative Verpackungswende spricht sich weiter dafür aus, Verpackungssteuern als starkes Instrument für weniger Abfälle und Mehrwegförderung zu nutzen

Die Initiative Verpackungswende kritisiert eine Branchenstudie Studie zu den ökonomischen und ökologischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern als nicht aussagekräftig genug, um die Wirkungen auf kommunaler Ebene zu bewerten.

Ein Faktencheck der Initiative zeigt zahlreiche Mängel: Zentrale Annahmen der Studie bleiben durch die intransparente Datengrundlage nicht ausreichend nachvollziehbar. Kommunale Wirkungen werden im Verhältnis zu nationalen Abfallmengen und CO2-Emissionen als Bezugsgrößen kleingerechnet. Zudem bleiben wesentliche Umweltfolgen von Einweg sowie der wirtschaftliche Nutzen für Kommunen unzureichend berücksichtigt.

Die Studie wurde von acht Verbänden der Einwegverpackungs-, Handels- und Gastronomiebranche beauftragt und von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu-Institut) erstellt.

Dass die kommunale Verpackungssteuer eine positive Lenkungswirkung entfaltet, indem sie Einweg und somit Abfälle reduziert und Mehrweg fördert, zeigen die Erfahrungen aus Städten, die bereits solche kommunale Verpackungssteuern eingeführt haben.

Super Markt Audit 2026

Supermarkt Audit 2026

Besuchen Sie Ihren örtlichen Supermarkt.

und nutzen Sie unser Prüftool bis
30 Juni 2026

Was ist ein Supermarkt-Audit?

Der Supermarkt-Audit ist ein globales Citizen-Science-Projekt, organisiert vom internationalen #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk. Hierbei werden Supermärkte auf der ganzen Welt geprüft und dabei wichtige Daten erhoben, um Informationen über Supermärkte und das Plastik- und Verpackungsaufkommen in diesen zu sammeln. Solche Daten liegen nicht frei vor, sind aber essentiell, um Änderungen anzustoßen.

Warum Supermarkt-Audits?

Ein Supermarkt-Audit gibt uns Informationen über die Verwendung von Einwegplastik, aber auch Mehrwegalternativen on Supermarktketten. Nur mit umfassenden Informationen, können wir Verbesserungen fordern. Wir prüfen, was schon gut ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Supermärkte können Einfluss darauf nehmen, wie Marken ihre Produkte verpacken und damit wie viel Plastik verwendet wird.

Was passiert mit den Daten?

Die Daten werden gesammelt und vom #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk ausgewertet. Ein Bericht zum Supermarkt-Audit erscheint voraussichtlich im Oktober dieses Jahres. Mehr Infos: Audit-Ergebnisse 2024

Das wichtigste auf einem Blick:

Überprüft werden Lidl, Kaufland, Aldi (Nord & Süd), REWE, Penny, Billa, Edeka, Netto & Metro.

Ein Audit dauert ca. 15 bis 60 Minuten, abhängig vom Aufbau des Supermarktes.

Die Erfassung erfolgt mit einem Online-Fragebogen (der auch offline verwendet werden kann) und mit Handy oder Tablet.

Positionspapier zur kommunalen Verpackungssteuer

Ein Positionspapier der Initiative Verpackungswende

Kommunale Verpackungssteuern sind gegen den massiven Verbrauch von Einwegverpackungen ein wirksamer Hebel: Während bisher größtenteils die Allgemeinheit für die Folgekosten der Einwegnutzung aufkommt, setzt die Steuer verursachergerecht bei denjenigen an, die trotz vorhandenen Mehrwegalternativen Einweg nutzen. Durch den finanziellen Anreiz fördert sie die Nutzung von Mehrweg, reduziert so den Verbrauch von Einweg und entsprechend das Müllaufkommen im öffentlichen Raum bei gleichzeitig vertretbarem Aufwand für Gastronomie und Verwaltung.

In dem gemeinsamen Positionspapier der Initiative Verpackungswende spricht sich die Initiative für kommunale Verpackungssteuern aus macht deutlich, welche Veränderungen jetzt nötig sind.

Die Initiative Verpackungswende ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Umweltorganisationen – darunter auch Exit Plastik.

Supermarket Audits

Das ungenutzte Potenzial von Geschäften im Kampf gegen Plastikverschmutzung

Ein neuer Bericht von #BreakFreeFromPlastic überprüft Supermärkte weltweit hinsichtlich ihrer Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit Plastik und kommt zu dem Ergebnis, dass sie bei weitem nicht genug tun, um die Menge an Plastikmüll zu reduzieren.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines globalen Citizen-Science-Projekts erzielt. Mehr als 36 Organisationen erhoben in fast 500 Geschäften in 27 Ländern mithilfe von Fragebögen Daten, um zu untersuchen, wie Supermärkte zur Reduzierung oder Verbreitung von Einwegkunststoffen beitragen.

Die wichtigsten Ergebnisse des SupermarketAudits:

  • Geschäfte führen Maßnahmen zur Reduzierung von Plastik nur langsam ein, wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, obwohl Beispiele aus aller Welt zeigen, dass sie machbar sind und von den Verbrauchern weitgehend akzeptiert werden.
  • Nur wenige Geschäfte haben eine Abteilung für lose Trockenwaren (14 %) oder verzichten auf Plastiktüten für Obst und Gemüse (11 %).
  • 44 % der geprüften Geschäfte bieten Flaschenpfandsysteme an, jedoch hauptsächlich in Deutschland (96 %); außerhalb Deutschlands sind es nur 17 %, was zeigt, dass die Gesetzgebung eine entscheidende Rolle spielt.
  • 58 % haben Einweg-Tragetaschen verboten oder erheben eine Gebühr dafür, wahrscheinlich aufgrund von Vorschriften in über 100 Ländern.
  • 53 % verkaufen wiederverwendbare Einkaufstaschen aus Segeltuch als Alternative

Website zum Bericht

Pressemitteilung von BFFP zur Veröffentlichung des Berichts

Kompass Chemikalienpolitik

Eine Einführung in die Chemikalienpolitik aus zivilgesellschaftlicher Perspektive

Mit diesem Kompass zeigt das Bündnis  Giftfreie Zukunft auf, warum eine kohärente, ambitionierte und wirksame Chemikalienpolitik unverzichtbar ist – und wie ihr selbst aktiv zu ihrem Gelingen beitragen könnt.

Website zum Kompass

Manifest für eine Zukunft ohne Plastikverschmutzung

Mehr als 600 zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt haben das „Manifest für eine Zukunft frei von Plastikverschmutzung“ unterzeichnet, einen dringenden Aufruf an die Staats- und Regierungschefs, sich für die Rechte der Menschen auf eine gesunde Umwelt einzusetzen, wenn sie vom 5. bis 14. August 2025 in Genf, Schweiz, zur nächsten und wahrscheinlich letzten Sitzung der Verhandlungen über das Plastikabkommen (INC 5.2) zusammenkommen.

Nach dreijährigen Verhandlungen über das Plastikabkommen erwartet die Welt, dass sich die Staats- und Regierungschefs bei ihrem nächsten Treffen im August in Genf (Schweiz) auf ein umfassendes Abkommen einigen. Nur ein internationales, rechtsverbindliches Abkommen, wird die Verschmutzung durch Plastik über den gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung, erfolgreich beenden. Die Welt braucht ein ambitioniertes Abkommen, das die Rechte und die Gesundheit der Menschen wirksam schützen, die Gemeinschaften bewahren und den Planeten erhalten kann.

Hier geht es zum gesamten Manifest-Text mit der Möglichkeit zur Zeichnung.

Exit Plastik Themenseite zum Plastikabkommen mit täglichen berichten zu INC-5.2.

Nice Wake Up Call

Mit dem „Nice Wake up Call“ haben mehr als 90 Staaten, ihre Ambition bekräftigt, die Verschmutzung durch Plastik zu beenden.
Mehr als 230 Organisationen der Zivilgesellschaft begrüßen das Engagement für ein ehrgeiziges globales PlastikAbkommen. Gleichzeitig betonen sie, dass die von den Staaten formuliert Erklärung lediglich das Mindestmaß an Ambitionen sein dürfe, nicht jedoch eine Obergrenze.

PFAS Regulierung | Offener Brief an Friedrich Merz

Ein Bündnis aus zwölf zivilgesellschaftlichen Organisationen hat sich in einem offenen Brief  an den neuen Bundeskanzler Friedrich Merz gewendet um eine uneingeschränkte und umfassende Beschränkung von PFAS-Chemikalien in Europa zu fordern.

#Fairgabe jetzt: Für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer Reform des Vergaberechts. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichtend in den öffentlichen Einkauf zu integrieren.
(Ober-)Bürgermeister*innen, Unternehmen, Verbände und Expert*innen fordern gemeinsam: Der Einkauf der öffentlichen Hand muss nachhaltig und sozial gerecht gestaltet werden! Es braucht gesetzlich verpflichtende Vorgaben, damit Menschenrechte und Umweltnormen in der öffentlichen Beschaffung selbstverständlich werden. Auch für Plastik besteht hier ein enormes Vermeidungspotenzial.

160+ NGOs appellieren an Regierungen weltweit die Plastikproduktion zu verringern

Mehr als 160 internationale NGOs appellierten in einem gemeinsamen Brief an die Staatsoberhäupter weltweit, sich für ein globales #Plastikabkommen einzusetzen, das die Plastikproduktion verringert und die Verschmutzung durch Plastik eindämmt. Im November 2023 gehen die Verhandlungen für ein globales Plastikabkommen in die planmäßig letzte Verhandlungsrunde.