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Alle Newsletter von Exit Plastik

Newsletter Juni 2026

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Juni 2026

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Rot

Verpasste Chance für mehr Mehrweg statt Einweg: Bundesregierung beschließt VerpackDG

Aktualisiert: Unser Positionspapier zu Mikroplastik

End Waste Colonialism!

Coming soon: Plastic Free July

Kommunale Verpackungssteuer: Ein Schritt zur flächendeckenden Plastikvermeidung

Treffen der Verhandlungsführer:innen für ein Plastikabkommen in Nairobi

Was sonst noch wichtig ist

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Rot

Verpasste Chance für mehr Mehrweg statt Einweg: Bundesregierung beschließt VerpackDG

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) muss in den Mitgliedsstaaten spätestens ab dem 12. August 2026 angewendet werden. Da es sich um eine Verordnung handelt, gilt sie unmittelbar. Am 11. Juni hat der Bundestag, auf Empfehlung des Umweltausschusses, das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) angenommen. Es ersetzt das bisherige Verpackungsgesetz und setzt die Vorgaben der PPWR in deutsches Recht um.

Die Chance, die PPWR ambitioniert und über die Mindestvorgaben hinaus auf nationaler Ebene umzusetzen, hat die Bundesregierung verstreichen lassen. Damit hat sie der Vermeidung von Abfällen durch eine wirksame Stärkung von Mehrweg, z.B. durch umfassendere und ambitioniertere Mehrwegquoten sowie die Nutzung der Lizenzgebühren von Einwegverpackungen für den Ausbau von Pool-Mehrwegsystemen, eine Absage erteilt.  Die festgesetzte 5%-Quote des chemischen Recyclings am Gesamtrecycling ist zudem das Manifest einer falschen Scheinlösung. Lenkungswirkungen für eine Reduktion des Verpackungsaufkommens und eine Transformation hin zu mehr Mehrweg statt Einweg wird das überarbeitete Verpackungsgesetz kaum haben.

Blau

Aktualisiert: Unser Positionspapier zu Mikroplastik

Mikroplastik ist längst überall: in unseren Böden, Gewässern, Lebensmitteln und sogar in unserem Körper. Während wissenschaftliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken und Umweltfolgen zunehmen, bleiben zentrale Eintragsquellen wie Reifenabrieb, synthetische Textilien oder Mikroplastik in der Landwirtschaft weitgehend unreguliert.

In unserem aktualisierten Positionspapier zu Mikroplastik zeigen wir:

  • Warum Mikro- und Nanoplastik ein Gesundheits-, Umwelt- und Klimaproblem sind.
  • Weshalb die bisherigen EU-Regelungen nicht ausreichen.
  • Warum das Vorsorgeprinzip konsequentes Handeln statt weiteres Abwarten verlangt.
  • Welche konkreten Maßnahmen Mikroplastik bereits an der Quelle verhindern können.

Klar ist: Freiwillige Selbstverpflichtungen und lange Übergangsfristen lösen das Problem nicht. Wir brauchen verbindliche Regeln, die Mikroplastik dort stoppen, wo es entsteht – bevor es in Umwelt, Nahrung und unsere Körper gelangt.

Gruen

End Waste Colonialism!

Seit dem chinesischen Importstopp für Plastikmüll im Jahr 2018 hat sich die Türkei zu einem der wichtigsten Zielländer für Plastikmüllexporte aus Europa, insbesondere aus Deutschland, entwickelt. Am 8. Juni veranstaltete Exit Plastik zusammen mit Dr. Sedat Gündoğdu, Wissenschaftler und Experte für Plastikmüll an der Sabancı Universität in Istanbul, einen hybriden Workshop zum Thema „Plastikmüllhandel zwischen Deutschland und der Türkei“. Dr. Gündoğdu stellte Hintergründe und aktuelle Forschungsergebnisse vor und zeigte Defizite bei Regulierung und Kontrolle auf.

Die Gesundheits- und Umweltfolgen deutscher Plastikmüllexporte in die Türkei sind fatal. Die Recyclingkapazitäten reichen nicht aus, um den importieren Müll fachgerecht zu behandeln. Die Freisetzung giftiger Chemikalien, illegale Deponierung, Eintrag in Flüsse und Meere, Felder und Strände voller Mikroplastik sowie regelmäßige Feuer in den Recyclinganlagen sind die Folge. Unter widrigen Bedingungen arbeiten in dem Sektor oftmals Asylsuchende als billige Arbeitskräfte und zudem Kinder und Frauen, die besonders vulnerabel gegenüber den freigesetzten Schadstoffen sind. Deutschland muss endlich selbst Verantwortung für seinen Plastikmüll übernehmen und die neokoloniale Ausbeutung stoppen!

Plastikmuell-vor-Bundestag

 

Orange

Coming soon: Plastic Free July

Der Plastic Free July zeigt jedes Jahr, dass Millionen Menschen weltweit die Plastikwende wollen. Zusammen werden in vielfältigen Aktionen alltägliche Lösungen zur Vermeidung von Plastik sichtbar gemacht.

So sieht der Plastic Free July 2026 bei Exit Plastik aus:

Social Media-Kampagne
Wie viel Plastik begegnet uns eigentlich, ohne dass wir es bemerken? Wir richten wir den Blick auf das, was oft verborgen bleibt: Unsichtbares Plastik. Den ganzen Juli über nehmen wir auf Social Media verschiedene Bereiche unseres Alltags unter die Lupe und zeigen, wo Kunststoffe und Mikroplastik auftauchen, obwohl wir sie weder sehen noch erwarten. Seid gespannt auf überraschende Einblicke, interessante Fakten und neue Perspektiven auf die Plastikkrise.

  • Neugierig geworden? Dann folgt @exitplastik auf Instagram, LinkedIn und @exitplastik.bsky.social auf Bluesky und entdeckt mit uns die unsichtbaren Seiten des Plastiks.

Aktionsplattform auf www.exit-plastik.de
Was nicht unsichtbar bleiben soll? Die Aktionen in Deutschland! Als Exit Plastik sammeln wir deshalb Aktivitäten verschiedener Organisationen zum Plastic Free July auf unserer Homepage. Ein zentraler Ort, um den Einsatz unserer Zivilgesellschaft gebündelt zeigen zu können.

Gelb

Kommunale Verpackungssteuer: Ein Schritt zur flächendeckenden Plastikvermeidung

Die Initiative Verpackungswende, in der wir als Exit Plastik Mitglied sind, möchte die kommunale Verpackungssteuer stärken und deren Umsetzung in verschiedenen Städten fördern. Zuletzt hat die Stadt Potsdam die Einführung einer solchen Steuer beschlossen. Weitere Kommunen diskutieren und planen die Einführung. Dass der Wille für eine solche Steuer vielerorts da ist, zeigt auch das Scheitern der FDP mit ihrem Vorstoß, die Verpackungssteuer auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen zu verbieten.

Für uns als Exit Plastik ist klar: die kommunale Verpackungssteuer muss auf Bundesebene verankert werden und damit allen Kommunen ermöglicht werden, gegen Einweg-Verpackungen vorzugehen und mit den Einnahmen Mehrweginfrastrukturen aufzubauen. Dies stellt eine sinnvolle und notwendige Komplementierung zur bestehenden, aber nicht wirksamen Mehrwegangebotspflicht dar.

Lila

Treffen der Verhandlungsführer:innen für ein Plastikabkommen in Nairobi

Ende Juni treffen sich die Verhandlungsführer:innen der Mitgliedsstaaten des INC (International Negotiation Committee) für ein globales Plastikabkommen in Nairobi, zusammen mit dem neugewählten Chair Julio Cordano. Ziel des Treffens ist es, noch vor dem nächsten formellen Treffen, der INC 5.4, welches voraussichtlich im März 2027 stattfinden wird, bestehende Unstimmigkeiten und Streitpunkte zu klären. Das Treffen ist nicht öffentlich. NGOs und andere Beobachter:innen können nicht teilnehmen.

Als Exit Plastik setzen wir uns für ambitionierte Maßnahmen zur Beendigung der Plastikverschmutzung entlang des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen und zur Reduzierung der Kunststoffproduktion ein. Für ein wirksames, globales Plastikabkommen braucht es aus unserer Perspektive:

  • Maßnahmen, die klar die Reduktion von Plastik und Plastikproduktion fokussieren, sowie eine Vermeidung von schädlichen Chemikalien in Plastik forcieren,
  • robuste Entscheidungsmechanismen, die Blockaden einzelner Staaten überwinden und ermöglichen, dass sich das Abkommen künftig weiterentwickeln kann und aktuelle und neue wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen werden,
  • eine verlässliche und ausreichende Finanzierung,
  • wirksame Regeln zum Monitoring und Strukturen, die die Umsetzung von Maßnahmen und Verpflichtungen ermöglichen,
  • transparente und wirkliche Beteiligung von Beobachter:innen, Zivilgesellschaft und Rechteinhaber:innen.

Wir fordern die deutsche Delegation auf, ambitionierte Lösungen voranzutreiben. Zu diesem Zweck haben wir als Exit Plastik einen Brief an das Umweltministerium geschrieben und unsere Perspektive und Forderungen für das Treffen der Verhandlungsführer:innen in Nairobi dargelegt.

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Als Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen teilen wir eine Vision: Eine Welt ohne Plastikverschmutzung und die Belastung durch gefährliche Chemikalien. Wir setzen und gemeinsam für eine echte Kreislaufwirtschaft ein, in der der Verbrauch wertvoller Ressourcen und die Verwendung gefährlicher Stoffe in erster Linie vermieden werden und in der schadstofffreie Mehrwegsysteme für Alle der Standard sind.

Als Teil der weltweiten #breakfreefromplastic-Bewegung machen wir uns auch auf EU- und globaler Ebene stark, um die Plastikflut zu stoppen.

Mitglieder*: a tip: tap e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport e.V., Women Engage for a Common Future e.V. (WECF), Zero Waste Germany e.V. und Zero Waste Kiel e.V.

www.exit-plastik.de

 

 

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Zivilgesellschaftliches Bündnis für Wege aus der Plastikkrise

Kontakt:
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Vereinsregister: VR 206448

Vertreten durch:
Alexandra Caterbow

Redaktion:
Carla Wichmann (V.i.S.d.P.)

 

Newsletter März 2026

Exit Plastik Newsletter mit Updates zu plastikrelevanten Politikprozessen und mehr!

Sonder-Newsletter: Veranstaltungen im Februar 2026

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Januar 2026

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Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Runder Tisch für NGOs

Was sonst noch wichtig ist

 

Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Dienstag, 10. Februar 2026 | 18.00 – 19.30 Uhr

Wege aus der Plastikkrise

Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen

Plastik ist überall. Lebensmittel sind darin verpackt, Alltagsprodukte bestehen daraus, Hygieneprodukte sind mit Mikroplastik versetzt. Damit erzeugen wir nicht nur riesige Mengen an Plastikmüll, sondern belasten auch unsere Gesundheit. Denn Plastik enthält auch Tausende, zum Teil gefährliche, Chemikalien. Doch wie können wir der Plastikkrise begegnen und gleichzeitig unsere Gesundheit schützen? Die Podiumsdiskussion „Wege aus der Plastikkrise – Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen“ beleuchtet die Auswirkungen von Plastik auf Umwelt und Menschen. Im Fokus steht die Frage, welche Risiken Plastik – insbesondere in Lebensmittelverpackungen – für unsere Gesundheit birgt und welche Verantwortung Politik und Wirtschaft daraus ableiten müssen. Gemeinsam mit unseren Gästen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren wir, wie aktuelle Maßnahmen wie z.B. das Verpackungsgesetz den Status quo ändern können. Und warum Gesundheitsschutz und Vorsorgeprinzip handlungsleitend für eine echte Verpackungs- und Plastikwende sein müssen.

Mit:

  • Dr. Melanie Bergmann, Biologin am Alfred-Wegener-Institut
  • Dr. Inga Wagner, Abteilungsleiterin Europäische und internationale Ressourceneffizienz- und Rohstoffpolitik; Circular Economy (BMUKN)
  • Jan-Niclas Gesenhues, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Alexandra Caterbow, Co-Direktorin HEJ Support & Co-Koordinatorin Exit Plastik

Wir laden Sie herzlich zur Podiumsdiskussion von 18.00 bis 19.30 Uhr in die Heinrich-Böll-Stiftung ein. Anschließend freuen wir uns auf einen Ausklang mit Fingerfood.

Podiumsdiskussion 2026

Blau

Runder Tisch für NGOs

Dienstag, 10. Februar 2026 | 10:00 – 17.00 Uhr

Wie gelingt die Plastikwende?

Der Runde Tisch 2026 steht unter dem Motto Wie gelingt die Plastikwende?. Wir wollen den Blick auf die Kräfte lenken, die hinter der Plastikkrise wirken – und auf die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, sie zu verändern. In interaktiven Formaten und Workshops beleuchten wir die kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende:

  • Welche Narrative prägen unsere Kommunikation über Plastik?
  • Wie können wir das breite Bewusstsein für das Problem Plastik produktiv nutzen?
  • Welche Interessen und Machtstrukturen stehen einer echten Wende entgegen
  • Und welche Allianzen brauchen wir, um Märkte und Meinungen in Bewegung zu bringen?

Dazu erwarten euch eine Keynote von Dr. Melanie Bergmann (Biologin am Alfred-Wegener-Institut), Wissensinputs zu aktuellen politischen Prozessen in Deutschland und der EU sowie Vernetzungsangebote und Workshops zu den kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende. Ihr habt ein Projekt das ihr vorstellen möchtet? Oder eine Studie zum Berichten? Bringt euer Material mit. Wir werden nach dem Runden Tisch und vor der öffentlichen Podiumsdiskussion am Abend einen Raum zum Austausch und Präsentieren haben.

Hinweise zur Teilnahme am Runden Tisch

Die Teilnahme am Runden Tisch ist Angehörigen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen vorbehalten. Der Eintritt ist frei.
Wer von weiter weg anreist und Unterstützung bei den Reisekosten benötigt, kann sich gerne direkt an uns wenden: kurz@forumue.de. Wir unterstützen nach Möglichkeit. Die Teilnahme am Runden Tisch ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.Einige Plätze sind noch frei!

Runder Tisch 2026

 

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Newsletter Oktober 2025 – Statement INC 5.2

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Oktober 2025

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Rot

Statement zu Ablauf und Ausgang von INC-5.2

Möglichkeiten für den weiteren Verhandlungsverlauf

Forderungen für ein Abkommen zur Beendigung der Plastikkrise

Termine

Neue Veröffentlichungen  & Materialien

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Rot

Statement zu Ablauf und Ausgang von INC-5.2

Die zweite Hälfte der fünften Verhandlungsrunde des International Negotiation Committee (INC-5.2) zu einem UN-Plastikabkommen in Genf im August 2025 endete ohne eine klare Einigung über das weitere Vorgehen. Die Verhandlungen haben gezeigt, dass die internationale Staatengemeinschaft noch weit von einer der Plastikkrise gerecht werdenden Einigung entfernt ist. Die Interessen einiger Staaten, die "business as usual" in der Plastikindustrie aufrechterhalten wollen, dominierten die Verhandlungen. Zentrale Forderungen, wie klare Reduktionsziele, ein Verbot besonders schädlicher Chemikalien, Transparenz- und Rückverfolgbarkeitssysteme für Chemikalien in Kunststoffen sowie das Recht der Bevölkerung auf eine gesunde Umwelt, wurden nicht berücksichtigt oder aktiv durch Petrostaaten blockiert.

Klar ist: Ein Abkommen, das auf Minimalstandards hinausläuft, wird die Plastikkrise nicht lösen. Im Gegenteil: Es würde den Status quo für lange Zeit zementieren und wertvolle Zeit vergeuden, in der sich die Schäden für Umwelt, Klima und Gesundheit weiter verschärfen.

Daher gilt: Kein Abkommen ist besser als ein schwaches Abkommen!

 

Blau

Möglichkeiten für den weiteren Verhandlungsverlauf

Die kommenden Monate müssen genutzt werden, um die Stimmen der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und besonders der betroffenen Gruppen deutlich stärker in den Prozess einzubringen.

Optionen für den weiteren Weg sind u.a.

  • INC5.3 als letzte Verhandlungsrunde, mit dem Mut über konfliktreiche Themen abzustimmen, statt alleinig auf Konsens zu setzen
  • Eine Initiative von progressiven Staaten oder der High Ambition Coalition für ein ambitioniertes Abkommen außerhalb des UN-Systems
  • Zusätzlich, wo es möglich ist, die Aufnahme von verbindlichen Maßnahmen in anderen Konventionen wie z.B. der Basel Konvention

 

Gruen

Forderungen für ein Abkommen zur Beendigung der Plastikkrise

Exit Plastik wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass ein Abkommen zustande kommt, das die Ursachen der Plastikkrise angeht und nicht deren Symptome verwaltet.

Dabei fordern wir weiterhin:

  • Klarer Fokus auf Produktionsreduktion, statt allein auf Abfallmanagement.
  • Verbindliche Listen für problematische Polymere, Additive und Einwegprodukte.
  • Globale Regeln für Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Chemikalien in Kunststoffen.
  • Formulierungen zum Thema Gesundheit beibehalten und rechtlich verbindliche Verpflichtungen dazu ausarbeiten.
  • Stärkung von Rechten und Gerechtigkeit, insbesondere für besonders vulnerable Gruppen und Menschen im Globalen Süden, die am stärksten betroffen sind.

Nur ein starkes, ambitioniertes und gerechtes Abkommen kann die Plastikkrise und ihre verheerenden Folgen wirksam stoppen!

 

Orange

Termine

09. Oktober 2025 – 15:00-15:45 Uhr

Webinar „Auf einen Kaffee mit dem Plastik Tool – ein Bildungsinstrument für Kinder und Jugendliche“ von Women Engage for a common Future (WECF): In diesem kompakten Webinar stellen wir das WECF Plastik Tool vor – ein vielseitiges Bildungsinstrument für den Einsatz in Schule, Hort und außerschulischer Bildung.

 

Gelb

Neue Materialien und Veröffentlichungen

SteckbriefPlastik Einwegkunststofffondsgesetz: Das Einwegkunststofffondsgesetz verpflichtet Hersteller bestimmter Einwegplastikprodukte zu einer Abgabe und ist somit ein wichtiger erster Schritt zur Umsetzung des Verursacherprinzips. Es reicht jedoch nicht aus, um eine Lenkungswirkung in Richtung einer Verringerung der Produktion von Einwegplastikprodukten zu erzielen. Unser neuer Steckbrief „Plastik” informiert über Hintergründe, den aktuellen Stand und unsere Forderungen zum Gesetz.


Kompass Chemikalien Politik: Eine Einführung in die Chemikalienpolitik aus zivilgesellschaftlicher Perspektive Mit diesem Kompass zeigt das Bündnis Giftfreie Zukunft auf, warum eine kohärente, ambitionierte und wirksame Chemikalienpolitik unverzichtbar ist – und wie ihr selbst aktiv zu ihrem Gelingen beitragen könnt..


Super Market Audits: Ein neuer Bericht von #BreakFreeFromPlastic überprüft Supermärkte weltweit hinsichtlich ihrer Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit Plastik. Die im Rahmen eines globalen Citizen-Science-Projekts erzielten Ergebnisse zeigen, dass Geschäfte bei weitem nicht genug tun, um die Menge an Plastikmüll zu reduzieren.


Plastikgeld: Verschließen Banken in Deutschland ihre Augen vor der Plastikkrise? Der Bericht von Facing Finance untersucht, inwiefern die 12 größten in Deutschland aktiven Banken die Plastikkrise angehen. Dafür wurde analysiert, ob Banken Vorgaben für die Finanzierung von Plastikproduzenten haben..

 

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Sonder-Newsletter: Globales Plastikabkommen

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Juli 2025

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Rot

Hintergrund des globalen Plastikabkommens

Die Verhandlungen bisher

Die nächste und letzte (?) Verhandlungsrunde – INC 5.2

Exit Plastik Forderungen für ein globales Plastikabkommen

BreakFreeFromPlastic – Manifest für eine Zukunft ohne Plastikverschmutzung

Kurzbericht „Plastikkollaps“ von Greenpeace im Vorfeld von INC 5.2

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Rot

Hintergrund des globalen Plastikabkommens

Die Plastikverschmutzung ist ein globales Problem, das Umwelt, Klima und Gesundheit bedroht. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die internationale Staatengemeinschaft bei der fünften Umweltversammlung der Vereinten Nationen 2022 (UNEA 5.2) beschlossen, ein umfassendes und rechtsverbindliches Abkommen zu entwickeln. Ziel ist es, die weltweite Plastikverschmutzung entlang des gesamten Lebenszyklus zu beenden.

Blau

Die Verhandlungen bisher

Seit dem UN-Beschluss von 2022 sind Regierungsvertreter:innen und andere Interessengruppen zu mehreren zwischenstaatlichen Verhandlungsausschüssen (Intergovernmental Negotiation Committees = INC) sowie zu kleineren Runden zusammengekommen, um die Inhalte und die Ausgestaltung des Abkommens zu diskutieren.

Eine Mehrheit der verhandelnden Staaten – darunter die EU – hat wiederholt die Notwendigkeit eines wirksamen Plastikabkommens betont und sich für zentrale Mindestanforderungen ausgesprochen. Dazu zählen die Reduktion der Plastikproduktion, das Verbot gefährlicher Chemikalien und Einwegprodukte, die Sicherstellung von Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Chemikalien in Produkten und Materialien sowie der Aufbau entsprechender Infrastruktur zur Umsetzung. Dies wurde durch die „Bridge to Busan“-Erklärung und den „Nice Wake-up Call“ untermauert.

Trotz dieser Fortschritte wurden die Verhandlungen durch Debatten über Verfahrensregeln sowie durch Verzögerungstaktiken einiger öl- und plastikproduzierender Staaten behindert. Dies führte dazu, dass die geplante letzte Runde in Busan, Südkorea, im Winter 2024 ohne rechtlich bindenden Vertrag endete und eine zusätzliche Sitzung (INC-5.2) beschlossen wurde. Außerdem waren Teile der Verhandlungen von Einschränkungen der Teilnahme und einem begrenzten Handlungsspielraum indigener Menschen und Beobachter:innen geprägt.

Gruen

Die nächste und letzte (?) Verhandlungsrunde – INC 5.2

Bei den Verhandlungen vom 5. bis 15. August in Genf kommt es jetzt darauf an, diese Jahrhundertchance für Umwelt und Gesundheit zu nutzen und die Plastikverschmutzung an der Quelle zu stoppen. Das Ergebnis und die Qualität des Vertrags sind jedoch nach wie vor schwer abschätzbar. Derzeit werden verschiedene Szenarien besprochen. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit eines Vertrags außerhalb des UN-Systems im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen in Genf. Vertreter*innen von Exit Plastik sind wieder vor Ort und berichten täglich von den Verhandlungen.

Die Berichterstattung erfolgt über die Webseite und über Social Media (@exitplastik auf bluesky, Instagram & LinkedIn).

INC 5.2

 

Orange

Exit Plastik Forderungen für ein globales Plastikabkommen

Wir fordern ein rechtsverbindliches, globales Plastikabkommen, das über die bloße Abfallregulierung hinausgeht und ambitionierte Ziele setzt, um die Plastikflut zu beenden. Die Umsetzung muss die Schaffung verpflichtender nationaler Aktionspläne sowie die Sicherstellung eines robusten Finanzierungsmechanismus im Sinne des Verursacherprinzips gewährleisten. Es ist essentiell, dass der Abkommenstext nicht durch Profitinteressen der Industrie verwässert wird und die Zivilgesellschaft aktiv in die Abstimmungen einbezogen wird. Zu den wesentlichen Forderungen zählen strenge Reduktionsziele für die Plastikproduktion, der schrittweise Phase-out von gefährlichen Chemikalien, Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Chemikalien in Plastikprodukten und -materialien. Bei der Entwicklung und Umsetzung des Plastikabkommens müssen auch eine Just Transition und Menschenrechte berücksichtigt werden. Es wird von Deutschland und der EU ein klares Bekenntnis zu einem ambitionierten Abkommen sowie eine aktive Koalitionsbildung mit progressiven Staaten gefordert.

Gelb

BreakFreeFromPlastic – Manifest für eine Zukunft ohne Plastikverschmutzung!

Im Vorfeld der Verhandlungen haben mehr als 600 zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt das „Manifest für eine Zukunft frei von Plastikverschmutzung“ unterzeichnet, einen dringenden Aufruf an die Staats- und Regierungschefs, sich für die Rechte der Menschen auf eine gesunde Umwelt einzusetzen. Initiiert wurde das Manifest von der globalen “Break Free From Plastic” Bewegung – es besteht weiterhin die Möglichkeit der Zeichnung durch zivilgesellschaftliche Organisationen.

BFFP-Manifesto

 

Lila

Kurzbericht „Plastikkollaps“ von Greenpeace im Vorfeld von INC 5.2

Plastik ist nicht nur Müllproblem, sondern auch Gesundheits- und Klimakrise – angetrieben durch fossile Rohstoffe. Der Bericht fasst zentrale Fakten zusammen und fordert im Vorfeld der INC 5.2 in Genf ein verbindliches Abkommen zur drastischen Reduktion der Plastikproduktion.

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