Netzwerk-Kategorie:
Alle Mitglieder von Exit Plastik und Partnern die als Herausgeber:innen bei Veröffentlichungen, etc. gekennzeichnet werden sollen.

Newsletter Juni 2026

Online-Version

Juni 2026

Logo Exit Plastik


Rot

Verpasste Chance für mehr Mehrweg statt Einweg: Bundesregierung beschließt VerpackDG

Aktualisiert: Unser Positionspapier zu Mikroplastik

End Waste Colonialism!

Coming soon: Plastic Free July

Kommunale Verpackungssteuer: Ein Schritt zur flächendeckenden Plastikvermeidung

Treffen der Verhandlungsführer:innen für ein Plastikabkommen in Nairobi

Was sonst noch wichtig ist

Termine

 

Rot

Verpasste Chance für mehr Mehrweg statt Einweg: Bundesregierung beschließt VerpackDG

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) muss in den Mitgliedsstaaten spätestens ab dem 12. August 2026 angewendet werden. Da es sich um eine Verordnung handelt, gilt sie unmittelbar. Am 11. Juni hat der Bundestag, auf Empfehlung des Umweltausschusses, das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) angenommen. Es ersetzt das bisherige Verpackungsgesetz und setzt die Vorgaben der PPWR in deutsches Recht um.

Die Chance, die PPWR ambitioniert und über die Mindestvorgaben hinaus auf nationaler Ebene umzusetzen, hat die Bundesregierung verstreichen lassen. Damit hat sie der Vermeidung von Abfällen durch eine wirksame Stärkung von Mehrweg, z.B. durch umfassendere und ambitioniertere Mehrwegquoten sowie die Nutzung der Lizenzgebühren von Einwegverpackungen für den Ausbau von Pool-Mehrwegsystemen, eine Absage erteilt.  Die festgesetzte 5%-Quote des chemischen Recyclings am Gesamtrecycling ist zudem das Manifest einer falschen Scheinlösung. Lenkungswirkungen für eine Reduktion des Verpackungsaufkommens und eine Transformation hin zu mehr Mehrweg statt Einweg wird das überarbeitete Verpackungsgesetz kaum haben.

Blau

Aktualisiert: Unser Positionspapier zu Mikroplastik

Mikroplastik ist längst überall: in unseren Böden, Gewässern, Lebensmitteln und sogar in unserem Körper. Während wissenschaftliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken und Umweltfolgen zunehmen, bleiben zentrale Eintragsquellen wie Reifenabrieb, synthetische Textilien oder Mikroplastik in der Landwirtschaft weitgehend unreguliert.

In unserem aktualisierten Positionspapier zu Mikroplastik zeigen wir:

  • Warum Mikro- und Nanoplastik ein Gesundheits-, Umwelt- und Klimaproblem sind.
  • Weshalb die bisherigen EU-Regelungen nicht ausreichen.
  • Warum das Vorsorgeprinzip konsequentes Handeln statt weiteres Abwarten verlangt.
  • Welche konkreten Maßnahmen Mikroplastik bereits an der Quelle verhindern können.

Klar ist: Freiwillige Selbstverpflichtungen und lange Übergangsfristen lösen das Problem nicht. Wir brauchen verbindliche Regeln, die Mikroplastik dort stoppen, wo es entsteht – bevor es in Umwelt, Nahrung und unsere Körper gelangt.

Gruen

End Waste Colonialism!

Seit dem chinesischen Importstopp für Plastikmüll im Jahr 2018 hat sich die Türkei zu einem der wichtigsten Zielländer für Plastikmüllexporte aus Europa, insbesondere aus Deutschland, entwickelt. Am 8. Juni veranstaltete Exit Plastik zusammen mit Dr. Sedat Gündoğdu, Wissenschaftler und Experte für Plastikmüll an der Sabancı Universität in Istanbul, einen hybriden Workshop zum Thema „Plastikmüllhandel zwischen Deutschland und der Türkei“. Dr. Gündoğdu stellte Hintergründe und aktuelle Forschungsergebnisse vor und zeigte Defizite bei Regulierung und Kontrolle auf.

Die Gesundheits- und Umweltfolgen deutscher Plastikmüllexporte in die Türkei sind fatal. Die Recyclingkapazitäten reichen nicht aus, um den importieren Müll fachgerecht zu behandeln. Die Freisetzung giftiger Chemikalien, illegale Deponierung, Eintrag in Flüsse und Meere, Felder und Strände voller Mikroplastik sowie regelmäßige Feuer in den Recyclinganlagen sind die Folge. Unter widrigen Bedingungen arbeiten in dem Sektor oftmals Asylsuchende als billige Arbeitskräfte und zudem Kinder und Frauen, die besonders vulnerabel gegenüber den freigesetzten Schadstoffen sind. Deutschland muss endlich selbst Verantwortung für seinen Plastikmüll übernehmen und die neokoloniale Ausbeutung stoppen!

Plastikmuell-vor-Bundestag

 

Orange

Coming soon: Plastic Free July

Der Plastic Free July zeigt jedes Jahr, dass Millionen Menschen weltweit die Plastikwende wollen. Zusammen werden in vielfältigen Aktionen alltägliche Lösungen zur Vermeidung von Plastik sichtbar gemacht.

So sieht der Plastic Free July 2026 bei Exit Plastik aus:

Social Media-Kampagne
Wie viel Plastik begegnet uns eigentlich, ohne dass wir es bemerken? Wir richten wir den Blick auf das, was oft verborgen bleibt: Unsichtbares Plastik. Den ganzen Juli über nehmen wir auf Social Media verschiedene Bereiche unseres Alltags unter die Lupe und zeigen, wo Kunststoffe und Mikroplastik auftauchen, obwohl wir sie weder sehen noch erwarten. Seid gespannt auf überraschende Einblicke, interessante Fakten und neue Perspektiven auf die Plastikkrise.

  • Neugierig geworden? Dann folgt @exitplastik auf Instagram, LinkedIn und @exitplastik.bsky.social auf Bluesky und entdeckt mit uns die unsichtbaren Seiten des Plastiks.

Aktionsplattform auf www.exit-plastik.de
Was nicht unsichtbar bleiben soll? Die Aktionen in Deutschland! Als Exit Plastik sammeln wir deshalb Aktivitäten verschiedener Organisationen zum Plastic Free July auf unserer Homepage. Ein zentraler Ort, um den Einsatz unserer Zivilgesellschaft gebündelt zeigen zu können.

Gelb

Kommunale Verpackungssteuer: Ein Schritt zur flächendeckenden Plastikvermeidung

Die Initiative Verpackungswende, in der wir als Exit Plastik Mitglied sind, möchte die kommunale Verpackungssteuer stärken und deren Umsetzung in verschiedenen Städten fördern. Zuletzt hat die Stadt Potsdam die Einführung einer solchen Steuer beschlossen. Weitere Kommunen diskutieren und planen die Einführung. Dass der Wille für eine solche Steuer vielerorts da ist, zeigt auch das Scheitern der FDP mit ihrem Vorstoß, die Verpackungssteuer auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen zu verbieten.

Für uns als Exit Plastik ist klar: die kommunale Verpackungssteuer muss auf Bundesebene verankert werden und damit allen Kommunen ermöglicht werden, gegen Einweg-Verpackungen vorzugehen und mit den Einnahmen Mehrweginfrastrukturen aufzubauen. Dies stellt eine sinnvolle und notwendige Komplementierung zur bestehenden, aber nicht wirksamen Mehrwegangebotspflicht dar.

Lila

Treffen der Verhandlungsführer:innen für ein Plastikabkommen in Nairobi

Ende Juni treffen sich die Verhandlungsführer:innen der Mitgliedsstaaten des INC (International Negotiation Committee) für ein globales Plastikabkommen in Nairobi, zusammen mit dem neugewählten Chair Julio Cordano. Ziel des Treffens ist es, noch vor dem nächsten formellen Treffen, der INC 5.4, welches voraussichtlich im März 2027 stattfinden wird, bestehende Unstimmigkeiten und Streitpunkte zu klären. Das Treffen ist nicht öffentlich. NGOs und andere Beobachter:innen können nicht teilnehmen.

Als Exit Plastik setzen wir uns für ambitionierte Maßnahmen zur Beendigung der Plastikverschmutzung entlang des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen und zur Reduzierung der Kunststoffproduktion ein. Für ein wirksames, globales Plastikabkommen braucht es aus unserer Perspektive:

  • Maßnahmen, die klar die Reduktion von Plastik und Plastikproduktion fokussieren, sowie eine Vermeidung von schädlichen Chemikalien in Plastik forcieren,
  • robuste Entscheidungsmechanismen, die Blockaden einzelner Staaten überwinden und ermöglichen, dass sich das Abkommen künftig weiterentwickeln kann und aktuelle und neue wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen werden,
  • eine verlässliche und ausreichende Finanzierung,
  • wirksame Regeln zum Monitoring und Strukturen, die die Umsetzung von Maßnahmen und Verpflichtungen ermöglichen,
  • transparente und wirkliche Beteiligung von Beobachter:innen, Zivilgesellschaft und Rechteinhaber:innen.

Wir fordern die deutsche Delegation auf, ambitionierte Lösungen voranzutreiben. Zu diesem Zweck haben wir als Exit Plastik einen Brief an das Umweltministerium geschrieben und unsere Perspektive und Forderungen für das Treffen der Verhandlungsführer:innen in Nairobi dargelegt.

white

Was sonst noch wichtig ist:

Plastikwende-Banner

 

white

Termine


Sie kennen weitere Personen für die der Newsletter interessant ist? Dann teilen Sie ihn per E-Mail!

 

TEILEN

 

 Sie haben den Exit Plastik-Newsletter per Weiterleitung erhalten und möchten ihn gern regelmäßig und kostenfrei direkt von uns bekommen?

 

NEWSLETTER ABONNIEREN

 

 


 

Gruppenfoto

 

Über uns

Als Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen teilen wir eine Vision: Eine Welt ohne Plastikverschmutzung und die Belastung durch gefährliche Chemikalien. Wir setzen und gemeinsam für eine echte Kreislaufwirtschaft ein, in der der Verbrauch wertvoller Ressourcen und die Verwendung gefährlicher Stoffe in erster Linie vermieden werden und in der schadstofffreie Mehrwegsysteme für Alle der Standard sind.

Als Teil der weltweiten #breakfreefromplastic-Bewegung machen wir uns auch auf EU- und globaler Ebene stark, um die Plastikflut zu stoppen.

Mitglieder*: a tip: tap e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport e.V., Women Engage for a Common Future e.V. (WECF), Zero Waste Germany e.V. und Zero Waste Kiel e.V.

www.exit-plastik.de

 

 

LinkedIn

Instagram

Bsky

 

 

*Die im Newsletter vertretenen Meinungen und Positionen werden nicht notwendigerweise von allen Mitgliedern gleichermaßen getragen.

 

Datenschutz   Newsletter abmelden

 

Impressum

EXIT PLASTIK
Zivilgesellschaftliches Bündnis für Wege aus der Plastikkrise

Kontakt:
info@exit-plastik.de

c/o HEJSupport e.V.
{domain.address}
Vereinsregister: VR 206448

Vertreten durch:
Alexandra Caterbow

Redaktion:
Carla Wichmann (V.i.S.d.P.)

 

Mikroplastik | gemeinsames Positionspapier des Bündnisses

Dieses Positionspapier „Mikroplastik“ des Bündnisses Exit Plastik zeigt Maßnahmen auf, um Mikroplastik an der Quelle zu verhindern. Denn Mikroplastik und die daran anhaftenden oder darin enthaltenen Stoffe sind eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Ökosystemen. Flüssig, halbfest aber auch gerade in fester Form als Plastikpartikel finden sich Kunststoffe in unseren Böden, unseren Gewässern und unserer Atemluft. In Form von Mikro- (<5mm) bzw. Nanoplastik (<1000nm) sammelt es sich in Pflanzen, Tieren und Ökosystemen. 

Super Markt Audit 2026

Supermarkt Audit 2026

Besuchen Sie Ihren örtlichen Supermarkt.

und nutzen Sie unser Prüftool bis
30 Juni 2026

Was ist ein Supermarkt-Audit?

Der Supermarkt-Audit ist ein globales Citizen-Science-Projekt, organisiert vom internationalen #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk. Hierbei werden Supermärkte auf der ganzen Welt geprüft und dabei wichtige Daten erhoben, um Informationen über Supermärkte und das Plastik- und Verpackungsaufkommen in diesen zu sammeln. Solche Daten liegen nicht frei vor, sind aber essentiell, um Änderungen anzustoßen.

Warum Supermarkt-Audits?

Ein Supermarkt-Audit gibt uns Informationen über die Verwendung von Einwegplastik, aber auch Mehrwegalternativen on Supermarktketten. Nur mit umfassenden Informationen, können wir Verbesserungen fordern. Wir prüfen, was schon gut ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Supermärkte können Einfluss darauf nehmen, wie Marken ihre Produkte verpacken und damit wie viel Plastik verwendet wird.

Was passiert mit den Daten?

Die Daten werden gesammelt und vom #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk ausgewertet. Ein Bericht zum Supermarkt-Audit erscheint voraussichtlich im Oktober dieses Jahres. Mehr Infos: Audit-Ergebnisse 2024

Das wichtigste auf einem Blick:

Überprüft werden Lidl, Kaufland, Aldi (Nord & Süd), REWE, Penny, Billa, Edeka, Netto & Metro.

Ein Audit dauert ca. 15 bis 60 Minuten, abhängig vom Aufbau des Supermarktes.

Die Erfassung erfolgt mit einem Online-Fragebogen (der auch offline verwendet werden kann) und mit Handy oder Tablet.

Publikum bei einer Konferenz zu Plastikmüllexporten

NGO-Workshop zu Plastikmüllexporten mit Dr. Sedat Gündoğdu

08. Juni 2026 | Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Seit dem Importstopp Chinas für Plastikmüll im Jahr 2018 hat sich die Türkei zu einem der wichtigsten Zielländer für Plastikmüllexporte aus Europa – insbesondere aus Deutschland – entwickelt. Immer wieder werden dabei erhebliche Umwelt-, Gesundheits- und Klimafolgen dokumentiert. Recherchen und Untersuchungen zeigen, dass importierte Abfälle teilweise unsachgemäß behandelt, illegal entsorgt oder offen verbrannt werden. Auch illegale Plastikmüllexporte von Deutschland in die Türkei wurden wiederholt nachgewiesen.

Vor diesem Hintergrund bringt Exit Plastik am 8. Juni Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zu einem Workshop über den Plastikmüllhandel zwischen Deutschland und der Türkei zusammen. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen und Forscher zu Plastikverschmutzung Dr. Sedat Gündoğdu diskutieren wir aktuelle Entwicklungen, politische Herausforderungen und regulatorische Veränderungen im Bereich der Plastikmüllexporte.

Dr. Sedat Gündoğdu forscht seit vielen Jahren zu den Auswirkungen des Plastikmüllhandels zwischen Deutschland, dem EU-Raum und der Türkei auf Klima, Umwelt und Governance. Er ist Meeresbiologe an der Çukurova Universität und aktuell Mercator-IPC-Stipendiat (2025/26) am Istanbul Policy Center der Sabancı Universität. Darüber hinaus hat er zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zum Thema veröffentlicht und an Dokumentationen wie „Plastic People“ mitgewirkt.

Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf der neuen EU-Verordnung über die Verbringung von Abfällen. Ab November 2026 muss die EU die Ausfuhr von Plastikabfällen in Nicht-OECD-Länder einstellen. Für OECD-Länder wie die Türkei gilt dieses Verbot jedoch nicht. Dadurch besteht die Sorge, dass künftig noch mehr Plastikmüll in die Türkei exportiert wird. Zudem zeigen die vergangenen Jahre, dass bestehende Kontroll- und Überwachungsmechanismen häufig nicht ausreichend funktioniert haben.

Im Mittelpunkt des Austauschs stehen:

  • Umwelt- und Klimafolgen deutscher Plastikmüllexporte in die Türkei
  • Aktuelle Entwicklungen der EU-Abfallpolitik
  • Die Wirksamkeit neuer regulatorischer Regelungen
  • Politische Wege zu strengeren Beschränkungen oder einem Ausstieg aus Plastikmüllexporten

Der Workshop findet am 8. Juni 2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, die zu Plastikverschmutzung, Umweltgerechtigkeit und Abfallpolitik arbeiten.

Online Kurs:

Plastikkrise: Gesundheit, Umwelt und Regulierung

In diesem kostenlosen Online-Kurs von Health and Environmental Justice Support geht es um die Umweltverschmutzung durch Plastik – besonders um die schädlichen Chemikalien, die in vielen Plastikprodukten enthalten sind. Dabei schauen wir uns an, warum diese Chemikalien problematisch sind, wie sie in die Umwelt gelangen und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesundheit und die Natur haben können.

Der Kurs stützt sich auf Erkenntnisse aus wichtigen Berichten und stellt außerdem aktuelle Gesetze vor.

Ziel des Kurses ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, welche Kunststoffe besonders problematisch sind, warum es wichtig ist, genau zu wissen, welche Chemikalien in einem Produkt stecken – und was wir tun können, um die Umwelt und unsere Gesundheit besser zu schützen.

Trinkwasserzugang im öffentlichen Raum

Öffentlich unterversorgt:Warum wir mehr öffentlicheTrinkbrunnen brauchen

Das Hintergrund Papier von Bündnismitglied a tip: tap e.V. zeigt auf warum der Zugang zu öffentlichen Trinkbrunnen in Deutschland für Umwelt, Gesundheit und
Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist.

Es wird die aktuelle Lage von Trinkbrunnen in Deutschland dargelegt, rechtliche Grundlagen erläutert und Beispiele aus anderen Ländern betrachtet.

Newsletter März 2026

Exit Plastik Newsletter mit Updates zu plastikrelevanten Politikprozessen und mehr!

Fact Sheet – Plastik Mythen

Das Fact Sheet „Plastik Mythen“ macht deutlich: Es existiert keine Wunderpille. Wir brauchen echte und strukturelle Veränderungen für weniger Plastik. Verabschieden wir uns von Scheinlösungen. 

Denn die Plastikkrise lässt sich nicht mit leeren Versprechen lösen, sondern nur mit systemischen Ansätzen. Die Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die mit der Plastik in Verbindung stehen, sowie die stetig wachsende Neuproduktion von Plastik sind tief verwurzelt mit Produktionsmustern der chemischen Industrie.  

Im Fact Sheet räumt Exit Plastik mit gängigen Plastikmythen auf und entzaubert wundersame Erzählungen zu Plastik.

Inhalte des Fact Sheets:

Wahrheit zu Mythos 1: Es gibt keine Pille gegen die Plastikverschmutzung
Wahrheit zu Mythos 2: Plastik ist nicht nachhaltig
Wahrheit zu Mythos 3: Wir können uns aus der Krise nicht heraus-recyceln
Wahrheit zu Mythos 4: Technologische Wunderlösungen sind falsche Versprechen
Wahrheit zu Mythos 5: „Chemical Recycling“ – heiße Luft statt Lösung

Plastik Mythen als Illustrationen:

Die Grafiken stehen unter der Creative Commons: CC BY-NC-ND 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ sie dürfen gerne geteilt und in eigenen nicht kommerziellen Medienformaten genutzt, jedoch nicht verändert werden.

Bewertung der Richtlinie über Einwegkunststoffe

Verbändeanhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Die Europäische Kommission führt eine Bewertung der Richtlinie (EU) 2019/904 (https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/904/oj) über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt durch. Die Einwegkunststoffrichtlinie (engl. Abkürzung „SUPD“) wurde im Juni 2019 verabschiedet und soll zwischen 2025 und 2027 unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen evaluiert werden, um ihre Wirksamkeit und mögliche Schwachstellen zu analysieren.

Zwischen dem 23.12.2025 und dem 17.3.2026 findet eine öffentliche Konsultation und ein „Call for Evidence“ zur Bewertung der Richtlinie statt. In einem Fragebogen werden Ansichten u.a. zu Bewusstsein und Wahrnehmung, Wirksamkeit und Verhalten oder Relevanz abgefragt.

Exit Plastik hat am 05.03.2026 eine Bewertung zur SUPD eingereicht. Die komplette Bewertung kann als PDF heruntergeladen werden.

EU-Kommission: Have your say: what is the impact of the Single-Use Plastics Directive?

Mehr zur Einwegkunststoffrichtlinie im STECKBRIEFPLASTIK

Sonder-Newsletter: Veranstaltungen im Februar 2026

Online-Version

Januar 2026

Logo Exit Plastik


Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Runder Tisch für NGOs

Was sonst noch wichtig ist

 

Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Dienstag, 10. Februar 2026 | 18.00 – 19.30 Uhr

Wege aus der Plastikkrise

Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen

Plastik ist überall. Lebensmittel sind darin verpackt, Alltagsprodukte bestehen daraus, Hygieneprodukte sind mit Mikroplastik versetzt. Damit erzeugen wir nicht nur riesige Mengen an Plastikmüll, sondern belasten auch unsere Gesundheit. Denn Plastik enthält auch Tausende, zum Teil gefährliche, Chemikalien. Doch wie können wir der Plastikkrise begegnen und gleichzeitig unsere Gesundheit schützen? Die Podiumsdiskussion „Wege aus der Plastikkrise – Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen“ beleuchtet die Auswirkungen von Plastik auf Umwelt und Menschen. Im Fokus steht die Frage, welche Risiken Plastik – insbesondere in Lebensmittelverpackungen – für unsere Gesundheit birgt und welche Verantwortung Politik und Wirtschaft daraus ableiten müssen. Gemeinsam mit unseren Gästen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren wir, wie aktuelle Maßnahmen wie z.B. das Verpackungsgesetz den Status quo ändern können. Und warum Gesundheitsschutz und Vorsorgeprinzip handlungsleitend für eine echte Verpackungs- und Plastikwende sein müssen.

Mit:

  • Dr. Melanie Bergmann, Biologin am Alfred-Wegener-Institut
  • Dr. Inga Wagner, Abteilungsleiterin Europäische und internationale Ressourceneffizienz- und Rohstoffpolitik; Circular Economy (BMUKN)
  • Jan-Niclas Gesenhues, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Alexandra Caterbow, Co-Direktorin HEJ Support & Co-Koordinatorin Exit Plastik

Wir laden Sie herzlich zur Podiumsdiskussion von 18.00 bis 19.30 Uhr in die Heinrich-Böll-Stiftung ein. Anschließend freuen wir uns auf einen Ausklang mit Fingerfood.

Podiumsdiskussion 2026

Blau

Runder Tisch für NGOs

Dienstag, 10. Februar 2026 | 10:00 – 17.00 Uhr

Wie gelingt die Plastikwende?

Der Runde Tisch 2026 steht unter dem Motto Wie gelingt die Plastikwende?. Wir wollen den Blick auf die Kräfte lenken, die hinter der Plastikkrise wirken – und auf die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, sie zu verändern. In interaktiven Formaten und Workshops beleuchten wir die kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende:

  • Welche Narrative prägen unsere Kommunikation über Plastik?
  • Wie können wir das breite Bewusstsein für das Problem Plastik produktiv nutzen?
  • Welche Interessen und Machtstrukturen stehen einer echten Wende entgegen
  • Und welche Allianzen brauchen wir, um Märkte und Meinungen in Bewegung zu bringen?

Dazu erwarten euch eine Keynote von Dr. Melanie Bergmann (Biologin am Alfred-Wegener-Institut), Wissensinputs zu aktuellen politischen Prozessen in Deutschland und der EU sowie Vernetzungsangebote und Workshops zu den kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende. Ihr habt ein Projekt das ihr vorstellen möchtet? Oder eine Studie zum Berichten? Bringt euer Material mit. Wir werden nach dem Runden Tisch und vor der öffentlichen Podiumsdiskussion am Abend einen Raum zum Austausch und Präsentieren haben.

Hinweise zur Teilnahme am Runden Tisch

Die Teilnahme am Runden Tisch ist Angehörigen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen vorbehalten. Der Eintritt ist frei.
Wer von weiter weg anreist und Unterstützung bei den Reisekosten benötigt, kann sich gerne direkt an uns wenden: kurz@forumue.de. Wir unterstützen nach Möglichkeit. Die Teilnahme am Runden Tisch ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.Einige Plätze sind noch frei!

Runder Tisch 2026

 

white

Was sonst noch wichtig ist:

Plastikwende-Banner

 


Sie kennen weitere Personen für die der Newsletter interessant ist? Dann teilen Sie ihn per E-Mail!

 

TEILEN

 

 Sie haben den Exit Plastik-Newsletter per Weiterleitung erhalten und möchten ihn gern regelmäßig und kostenfrei direkt von uns bekommen?

 

NEWSLETTER ABONNIEREN

 

 


 

Gruppenfoto

 

Über uns

Als Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen teilen wir eine Vision: Eine Welt ohne Plastikverschmutzung und die Belastung durch gefährliche Chemikalien. Wir setzen und gemeinsam für eine echte Kreislaufwirtschaft ein, in der der Verbrauch wertvoller Ressourcen und die Verwendung gefährlicher Stoffe in erster Linie vermieden werden und in der schadstofffreie Mehrwegsysteme für Alle der Standard sind.

Als Teil der weltweiten #breakfreefromplastic-Bewegung machen wir uns auch auf EU- und globaler Ebene stark, um die Plastikflut zu stoppen.

Mitglieder*: a tip: tap e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport e.V., Women Engage for a Common Future e.V. (WECF), Zero Waste Germany e.V. und Zero Waste Kiel e.V.

www.exit-plastik.de

 

 

LinkedIn

Instagram

Bsky

 

 

*Die im Newsletter vertretenen Meinungen und Positionen werden nicht notwendigerweise von allen Mitgliedern gleichermaßen getragen.

 

Datenschutz   Newsletter abmelden

 

Impressum

EXIT PLASTIK
Zivilgesellschaftliches Bündnis für Wege aus der Plastikkrise

Kontakt:
info@exit-plastik.de

c/o HEJSupport e.V.
{domain.address}
Vereinsregister: VR 206448

Vertreten durch:
Alexandra Caterbow

Redaktion:
Carla Wichmann (V.i.S.d.P.)