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Super Markt Audit 2026

Supermarkt Audit 2026

Besuchen Sie Ihren örtlichen Supermarkt.

und nutzen Sie unser Prüftool bis
30 Juni 2026

Was ist ein Supermarkt-Audit?

Der Supermarkt-Audit ist ein globales Citizen-Science-Projekt, organisiert vom internationalen #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk. Hierbei werden Supermärkte auf der ganzen Welt geprüft und dabei wichtige Daten erhoben, um Informationen über Supermärkte und das Plastik- und Verpackungsaufkommen in diesen zu sammeln. Solche Daten liegen nicht frei vor, sind aber essentiell, um Änderungen anzustoßen.

Warum Supermarkt-Audits?

Ein Supermarkt-Audit gibt uns Informationen über die Verwendung von Einwegplastik, aber auch Mehrwegalternativen on Supermarktketten. Nur mit umfassenden Informationen, können wir Verbesserungen fordern. Wir prüfen, was schon gut ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Supermärkte können Einfluss darauf nehmen, wie Marken ihre Produkte verpacken und damit wie viel Plastik verwendet wird.

Was passiert mit den Daten?

Die Daten werden gesammelt und vom #BreakFreeFromPlastic-Netzwerk ausgewertet. Ein Bericht zum Supermarkt-Audit erscheint voraussichtlich im Oktober dieses Jahres. Mehr Infos: Audit-Ergebnisse 2024

Das wichtigste auf einem Blick:

Überprüft werden Lidl, Kaufland, Aldi (Nord & Süd), REWE, Penny, Billa, Edeka, Netto & Metro.

Ein Audit dauert ca. 15 bis 60 Minuten, abhängig vom Aufbau des Supermarktes.

Die Erfassung erfolgt mit einem Online-Fragebogen (der auch offline verwendet werden kann) und mit Handy oder Tablet.

Publikum bei einer Konferenz zu Plastikmüllexporten

NGO-Workshop zu Plastikmüllexporten mit Dr. Sedat Gündoğdu

08. Juni 2026 | Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Seit dem Importstopp Chinas für Plastikmüll im Jahr 2018 hat sich die Türkei zu einem der wichtigsten Zielländer für Plastikmüllexporte aus Europa – insbesondere aus Deutschland – entwickelt. Immer wieder werden dabei erhebliche Umwelt-, Gesundheits- und Klimafolgen dokumentiert. Recherchen und Untersuchungen zeigen, dass importierte Abfälle teilweise unsachgemäß behandelt, illegal entsorgt oder offen verbrannt werden. Auch illegale Plastikmüllexporte von Deutschland in die Türkei wurden wiederholt nachgewiesen.

Vor diesem Hintergrund bringt Exit Plastik am 8. Juni Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zu einem Workshop über den Plastikmüllhandel zwischen Deutschland und der Türkei zusammen. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen und Forscher zu Plastikverschmutzung Dr. Sedat Gündoğdu diskutieren wir aktuelle Entwicklungen, politische Herausforderungen und regulatorische Veränderungen im Bereich der Plastikmüllexporte.

Dr. Sedat Gündoğdu forscht seit vielen Jahren zu den Auswirkungen des Plastikmüllhandels zwischen Deutschland, dem EU-Raum und der Türkei auf Klima, Umwelt und Governance. Er ist Meeresbiologe an der Çukurova Universität und aktuell Mercator-IPC-Stipendiat (2025/26) am Istanbul Policy Center der Sabancı Universität. Darüber hinaus hat er zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zum Thema veröffentlicht und an Dokumentationen wie „Plastic People“ mitgewirkt.

Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf der neuen EU-Verordnung über die Verbringung von Abfällen. Ab November 2026 muss die EU die Ausfuhr von Plastikabfällen in Nicht-OECD-Länder einstellen. Für OECD-Länder wie die Türkei gilt dieses Verbot jedoch nicht. Dadurch besteht die Sorge, dass künftig noch mehr Plastikmüll in die Türkei exportiert wird. Zudem zeigen die vergangenen Jahre, dass bestehende Kontroll- und Überwachungsmechanismen häufig nicht ausreichend funktioniert haben.

Im Mittelpunkt des Austauschs stehen:

  • Umwelt- und Klimafolgen deutscher Plastikmüllexporte in die Türkei
  • Aktuelle Entwicklungen der EU-Abfallpolitik
  • Die Wirksamkeit neuer regulatorischer Regelungen
  • Politische Wege zu strengeren Beschränkungen oder einem Ausstieg aus Plastikmüllexporten

Der Workshop findet am 8. Juni 2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, die zu Plastikverschmutzung, Umweltgerechtigkeit und Abfallpolitik arbeiten.

Online Kurs:

Plastikkrise: Gesundheit, Umwelt und Regulierung

In diesem kostenlosen Online-Kurs von Health and Environmental Justice Support geht es um die Umweltverschmutzung durch Plastik – besonders um die schädlichen Chemikalien, die in vielen Plastikprodukten enthalten sind. Dabei schauen wir uns an, warum diese Chemikalien problematisch sind, wie sie in die Umwelt gelangen und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesundheit und die Natur haben können.

Der Kurs stützt sich auf Erkenntnisse aus wichtigen Berichten und stellt außerdem aktuelle Gesetze vor.

Ziel des Kurses ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, welche Kunststoffe besonders problematisch sind, warum es wichtig ist, genau zu wissen, welche Chemikalien in einem Produkt stecken – und was wir tun können, um die Umwelt und unsere Gesundheit besser zu schützen.

Trinkwasserzugang im öffentlichen Raum

Öffentlich unterversorgt:Warum wir mehr öffentlicheTrinkbrunnen brauchen

Das Hintergrund Papier von Bündnismitglied a tip: tap e.V. zeigt auf warum der Zugang zu öffentlichen Trinkbrunnen in Deutschland für Umwelt, Gesundheit und
Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist.

Es wird die aktuelle Lage von Trinkbrunnen in Deutschland dargelegt, rechtliche Grundlagen erläutert und Beispiele aus anderen Ländern betrachtet.

Newsletter März 2026

Exit Plastik Newsletter mit Updates zu plastikrelevanten Politikprozessen und mehr!

Fact Sheet – Plastik Mythen

Das Fact Sheet „Plastik Mythen“ macht deutlich: Es existiert keine Wunderpille. Wir brauchen echte und strukturelle Veränderungen für weniger Plastik. Verabschieden wir uns von Scheinlösungen. 

Denn die Plastikkrise lässt sich nicht mit leeren Versprechen lösen, sondern nur mit systemischen Ansätzen. Die Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die mit der Plastik in Verbindung stehen, sowie die stetig wachsende Neuproduktion von Plastik sind tief verwurzelt mit Produktionsmustern der chemischen Industrie.  

Im Fact Sheet räumt Exit Plastik mit gängigen Plastikmythen auf und entzaubert wundersame Erzählungen zu Plastik.

Inhalte des Fact Sheets:

Wahrheit zu Mythos 1: Es gibt keine Pille gegen die Plastikverschmutzung
Wahrheit zu Mythos 2: Plastik ist nicht nachhaltig
Wahrheit zu Mythos 3: Wir können uns aus der Krise nicht heraus-recyceln
Wahrheit zu Mythos 4: Technologische Wunderlösungen sind falsche Versprechen
Wahrheit zu Mythos 5: „Chemical Recycling“ – heiße Luft statt Lösung

Plastik Mythen als Illustrationen:

Die Grafiken stehen unter der Creative Commons: CC BY-NC-ND 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ sie dürfen gerne geteilt und in eigenen nicht kommerziellen Medienformaten genutzt, jedoch nicht verändert werden.

Bewertung der Richtlinie über Einwegkunststoffe

Verbändeanhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Die Europäische Kommission führt eine Bewertung der Richtlinie (EU) 2019/904 (https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/904/oj) über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt durch. Die Einwegkunststoffrichtlinie (engl. Abkürzung „SUPD“) wurde im Juni 2019 verabschiedet und soll zwischen 2025 und 2027 unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen evaluiert werden, um ihre Wirksamkeit und mögliche Schwachstellen zu analysieren.

Zwischen dem 23.12.2025 und dem 17.3.2026 findet eine öffentliche Konsultation und ein „Call for Evidence“ zur Bewertung der Richtlinie statt. In einem Fragebogen werden Ansichten u.a. zu Bewusstsein und Wahrnehmung, Wirksamkeit und Verhalten oder Relevanz abgefragt.

Exit Plastik hat am 05.03.2026 eine Bewertung zur SUPD eingereicht. Die komplette Bewertung kann als PDF heruntergeladen werden.

EU-Kommission: Have your say: what is the impact of the Single-Use Plastics Directive?

Mehr zur Einwegkunststoffrichtlinie im STECKBRIEFPLASTIK

Sonder-Newsletter: Veranstaltungen im Februar 2026

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Januar 2026

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Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Runder Tisch für NGOs

Was sonst noch wichtig ist

 

Rot

Öffentliche Podiumsdiskussion

Dienstag, 10. Februar 2026 | 18.00 – 19.30 Uhr

Wege aus der Plastikkrise

Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen

Plastik ist überall. Lebensmittel sind darin verpackt, Alltagsprodukte bestehen daraus, Hygieneprodukte sind mit Mikroplastik versetzt. Damit erzeugen wir nicht nur riesige Mengen an Plastikmüll, sondern belasten auch unsere Gesundheit. Denn Plastik enthält auch Tausende, zum Teil gefährliche, Chemikalien. Doch wie können wir der Plastikkrise begegnen und gleichzeitig unsere Gesundheit schützen? Die Podiumsdiskussion „Wege aus der Plastikkrise – Mit der Verpackungswende die Gesundheit schützen“ beleuchtet die Auswirkungen von Plastik auf Umwelt und Menschen. Im Fokus steht die Frage, welche Risiken Plastik – insbesondere in Lebensmittelverpackungen – für unsere Gesundheit birgt und welche Verantwortung Politik und Wirtschaft daraus ableiten müssen. Gemeinsam mit unseren Gästen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren wir, wie aktuelle Maßnahmen wie z.B. das Verpackungsgesetz den Status quo ändern können. Und warum Gesundheitsschutz und Vorsorgeprinzip handlungsleitend für eine echte Verpackungs- und Plastikwende sein müssen.

Mit:

  • Dr. Melanie Bergmann, Biologin am Alfred-Wegener-Institut
  • Dr. Inga Wagner, Abteilungsleiterin Europäische und internationale Ressourceneffizienz- und Rohstoffpolitik; Circular Economy (BMUKN)
  • Jan-Niclas Gesenhues, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Alexandra Caterbow, Co-Direktorin HEJ Support & Co-Koordinatorin Exit Plastik

Wir laden Sie herzlich zur Podiumsdiskussion von 18.00 bis 19.30 Uhr in die Heinrich-Böll-Stiftung ein. Anschließend freuen wir uns auf einen Ausklang mit Fingerfood.

Podiumsdiskussion 2026

Blau

Runder Tisch für NGOs

Dienstag, 10. Februar 2026 | 10:00 – 17.00 Uhr

Wie gelingt die Plastikwende?

Der Runde Tisch 2026 steht unter dem Motto Wie gelingt die Plastikwende?. Wir wollen den Blick auf die Kräfte lenken, die hinter der Plastikkrise wirken – und auf die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, sie zu verändern. In interaktiven Formaten und Workshops beleuchten wir die kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende:

  • Welche Narrative prägen unsere Kommunikation über Plastik?
  • Wie können wir das breite Bewusstsein für das Problem Plastik produktiv nutzen?
  • Welche Interessen und Machtstrukturen stehen einer echten Wende entgegen
  • Und welche Allianzen brauchen wir, um Märkte und Meinungen in Bewegung zu bringen?

Dazu erwarten euch eine Keynote von Dr. Melanie Bergmann (Biologin am Alfred-Wegener-Institut), Wissensinputs zu aktuellen politischen Prozessen in Deutschland und der EU sowie Vernetzungsangebote und Workshops zu den kommunikativen, politischen und ökonomischen Dimensionen der Plastikwende. Ihr habt ein Projekt das ihr vorstellen möchtet? Oder eine Studie zum Berichten? Bringt euer Material mit. Wir werden nach dem Runden Tisch und vor der öffentlichen Podiumsdiskussion am Abend einen Raum zum Austausch und Präsentieren haben.

Hinweise zur Teilnahme am Runden Tisch

Die Teilnahme am Runden Tisch ist Angehörigen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen vorbehalten. Der Eintritt ist frei.
Wer von weiter weg anreist und Unterstützung bei den Reisekosten benötigt, kann sich gerne direkt an uns wenden: kurz@forumue.de. Wir unterstützen nach Möglichkeit. Die Teilnahme am Runden Tisch ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.Einige Plätze sind noch frei!

Runder Tisch 2026

 

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Was sonst noch wichtig ist:

Plastikwende-Banner

 


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Über uns

Als Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen teilen wir eine Vision: Eine Welt ohne Plastikverschmutzung und die Belastung durch gefährliche Chemikalien. Wir setzen und gemeinsam für eine echte Kreislaufwirtschaft ein, in der der Verbrauch wertvoller Ressourcen und die Verwendung gefährlicher Stoffe in erster Linie vermieden werden und in der schadstofffreie Mehrwegsysteme für Alle der Standard sind.

Als Teil der weltweiten #breakfreefromplastic-Bewegung machen wir uns auch auf EU- und globaler Ebene stark, um die Plastikflut zu stoppen.

Mitglieder*: a tip: tap e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport e.V., Women Engage for a Common Future e.V. (WECF), Zero Waste Germany e.V. und Zero Waste Kiel e.V.

www.exit-plastik.de

 

 

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*Die im Newsletter vertretenen Meinungen und Positionen werden nicht notwendigerweise von allen Mitgliedern gleichermaßen getragen.

 

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Impressum

EXIT PLASTIK
Zivilgesellschaftliches Bündnis für Wege aus der Plastikkrise

Kontakt:
info@exit-plastik.de

c/o HEJSupport e.V.
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Vereinsregister: VR 206448

Vertreten durch:
Alexandra Caterbow

Redaktion:
Carla Wichmann (V.i.S.d.P.)

 

Stellungnahme zur Anpassung des Verpackungsgesetzes

Verbändeanhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Im Hinblick auf die geplante Überarbeitung des deutschen Verpackungsrechts und der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) appelliert das NGO-Bündnis Exit Plastik* eindringlich an die Bundesregierung, klare und ambitionierte Maßnahmen zu ergreifen. Deutschland steht vor der Herausforderung, mit der enormen Menge an Kunststoffverpackungen umzugehen, die jährlich im Land anfallen. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland knapp 4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen produziert, was gravierende negative Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt mit sich bringt. Die einst erfolgreiche deutsche Mehrweg- und Recyclingindustrie ist aktuell durch billiges Neuplastik, und hohe Energiekosten bedroht. Neuplastikproduzenten profitieren zudem vom niedrigen Ölpreis für die Herstellung ihrer Produkte. Investitionen in Mehrweg und Recycling werden auch deshalb nicht getätigt, weil der Industrie Planungssicherheit fehlt.

Wir müssen die Chance nutzen, um ein starkes Verpackungsgesetz zu schaffen, das die planetare Krise der Umweltverschmutzung und deren Konsequenzen für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen (One Health) ernst nimmt. Fortschrittliche Ansätze sind notwendig, um die Produktion von Kunststoffverpackungen signifikant zu reduzieren, gefährliche Stoffe zu verbannen sowie Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette zu gewährleisten. Nur durch entschlossenes Handeln können wir eine nachhaltige Zukunft und das Menschenrecht auf eine Gesunde Umwelt auch für kommende Generationen sichern

BMUKN: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40 | Gesetze und Verordnungen

Anhörung der Länder und Verbände zum Gesetz zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Positionspapier Kreislaufwirtschaft

Das Positionspapier „Mehr als Recycling – Kreislaufwirtschaft richtig machen“ definiert den Begriff der Kreislaufwirtschaft und zeigt auf, warum Recycling allein nicht ausreicht, um die Ressourcen-, Klima-, Biodiversitäts- und Plastikkrise zu lösen. Kreislaufwirtschaft muss im umfassenden Sinn verstanden werden – als System, das Ressourcenverbrauch vermeidet, Produkte langlebig gestaltet und Stoffkreisläufe tatsächlich schließt.

Zugleich warnt es vor Fehlentwicklungen: Wenn Kreislaufwirtschaft auf Recycling und technische Lösungen am Ende der Wertschöpfungskette reduziert wird, bleiben lineare Strukturen bestehen.

Exit Plastik fordert daher eine echte Transformation hin zu einer ressourcen- und gesundheitsorientierten Wirtschaftsweise:
Vermeidung vor Verwertung, Qualität vor Masse und die Realisierung von Kreislaufkultur im Alltag.

Inhalte des Positionspapiers:

  • Was heißt Kreislaufwirtschaft? – Definition, Abgrenzung zum linearen Wirtschaftsmodell, Verständnis von Zirkularität
  • Das umfassende Konzept (10-R-Modell) – Strategien des Vermeidens, Wiederverwendens und Recyclens; Hierarchie der Zirkularität
  • Grenzen der Kreislaufwirtschaft – Physikalische und systemische Einschränkungen, Verhältnis zu Wirtschaftswachstum, Bedeutung von Suffizienz
  • Wie Kreislaufwirtschaft aussehen sollte – Vermeidung an erste Stelle setzen, lang verwendbare und sichere Produkte designen und Kreislaufkultur im Alltag ermöglichen